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Geisteralarm gepaart mit Werner Stadtgeschichte

Tag des offenen Denkmals

Wer war Friedrich Christian von Plettenberg? Und was hat er mit Werne zu tun? Antworten dazu und zur Geschichte der Hornebrücke gibt es am Sonntag (9. September) am Tag des offenen Denkmals.

Werne

von Leandra Stampoulis

, 08.09.2018
Geisteralarm gepaart mit Werner Stadtgeschichte

Berthold Ostrop (r.) und Gisbert Bensch freuen sich auf den Tag des offenen Denkmals, während der Geist vom Fürstbischof von Münster an der Hornebrücke nach seiner Inschriftentafel sucht. © Leandra Stampoulis

Ein blasses Gesicht, graue Haare und ein rot-schwarzes Gewand mit einem Kreuz vorne drauf. Der Mann schaut sich traurig und suchend an der Hornebrücke um. Es ist Friedrich Christian von Plettenberg. Er war Fürstbischof von Münster und hat neben anderen Brücken 1704 auch die Hornebrücke erbauen lassen.

Seine Geschichte wird Teil des Kinderprogramms am Sonntag (9. September) am bundesweiten Tag des offenen Denkmals sein. Werne ist zum 21. Mal mit dabei. Da das Motto in diesem Jahr „Entdecken, was uns verbindet“ lautet, bezieht sich ein Teil des Programms auch auf die Hornebrücke an der Goerdelerstraße.

Große Bedeutung der Horne

Um 14 Uhr ist dort der Treffpunkt. Begleitet von Gisbert Bensch von der Verwaltung und dem Ehepaar Ostrop geht der Spaziergang entlang der Horne. „Die Horne an sich hat für Werne eine große Bedeutung. Zum Beispiel verlief über die Hornebrücke sehr lange eine Handelsstraße“, so Berthold Ostrop. Seine Frau und er selbst kennen sich gut mit der Geschichte von Werne und der Horne aus.

„Ich habe angefangen, mich genauer mit der Geschichte zu befassen, als meine kleine Enkelin vor vielen Jahren mit mir über den Kirchplatz ging und fragte: ‚Warum liegt eigentlich Werne da, wo Werne liegt?‘ Ich konnte die Frage nicht beantworten und das hat mir einen Stoß gegeben, mich intensiv mit der Stadtgeschichte zu beschäftigen“, sagt Ostrop.

Seitdem recherchiert er in Archiven und hat daraufhin sogar Geschichte in Münster studiert. Die Hornebrücke hat eine lange Geschichte. Über die wird es am Sonntag jede Menge zu hören geben. „Wir hoffen einfach, dass das Wetter auch gut wird. Die Sonne soll scheinen“, hofft Petra Göbel von der Denkmalbehörde.

Geisterprogramm am Stadtmuseum

In der Zwischenzeit findet das bunte Geisterprogramm am Museum, Kirchhof, statt. Sarah Wördemann, Praktikantin im Stadtmuseum, war mitverantwortlich für die Planung des Kinderprogramms: „Die Wunschvorstellung wäre, dass ab 13.30 Uhr die Eltern ihre Kinder bei uns im Museum lassen, um weiterzuziehen auf den Hornespaziergang. Die Geister sorgen für Unterhaltung, es gibt eine Geisterkutsche und Rätsel zu lösen. Unsere Zielgruppe sind Grundschulkinder.“

Eingeplant für den Spaziergang – entlang der Horne, hin zum Nepomuk bis zur St.-Christophorus-Kirche – sind ungefähr zwei Stunden, so Göbel. An der Kirche gibt es dann am Museum kostenlose Waffeln für kleine Geistersucher und große Geschichtsspaziergänger.

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