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IHK auf der Suche nach klugen Köpfen

WERNE Reinhard Schulz brachte es auf den Punkt: "Kluge Köpfe vergeblich gesucht" lautete das Motto des Vortrags, mit dem der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund im Rahmen des Wirtschaftsgesprächs auf den Fachkräftemangel hinwies. Die Suche nach gutem Nachwuchs kann nicht früh genug beginnen. Zum Beispiel in den Werner Schulen.

von Von Daniel Claeßen

, 26.08.2008
IHK auf der Suche nach klugen Köpfen

Vor dem Gespräch besichtigten die Referenten das Werk II von AB Elektronik in Werne.

Eine bundesweite IHK-Umfrage unter 20 000 Unternehmen habe ergeben, "dass rund ein Drittel offene Stellen momentan nicht besetzt werden können", so Schulz vor rund 90 Besuchern im Werk II der AB Elektronik GmbH.Schulterschluss zwischen Industrie und Bildung

Ein Problem, dass sich laut AB-Geschäftsführer Thomas Rinschede auch in Werne bemerkbar macht. "Wir müssen deshalb den Schulterschluss zwischen Industrie und Bildung schaffen", forderte er. Als Beispiel nannte er die Kooperation von AB Elektronik mit den örtlichen Gymnasien. "Dadurch kommen mehr Praktikanten zu uns, die sich dann später auch für eine Ausbildung hier interessieren." Zuvor sei den Schulen gar nicht bewusst gewesen, dass es "solch hoch qualifizierte Ausbildungsplätze" in Werne gäbe.Attraktivität der Region steigern Doch mit der Ausbildung allein ist es nicht getan: "Es bringt uns nichts, wenn die klugen Köpfe später abwandern", mahnte Rinschede an. Die Attraktivität der Region müsse gesteigert werden - ein Ziel, das sich auch die Aktionsgemeinschaft Werne gesetzt hat. Deren Vorsitzender Hein-Theo Küper informierte die Zuhörer über die Pläne des Stadtmarketings, eine überparteiliche Plattform für Interessenvertretungen und den Meinungsaustausch von Gewerbetreibenden zu schaffen: "Wir wollen unterschiedlich gepolte Leute zusammen führen und die Kräfte in der Stadt bündeln."Bürgermeister sagt Unterstützung der Politik zu

Unterdessen sicherte Bürgermeister Rainer Tappe die Unterstützung der Politik zu: "Durch die Steuerung vor allem der Baulandpreise soll das Bauen in Werne wieder attraktiv werden." Das Stadtoberhaupt zählte das Engagement der Stadt im Bereich Familien- und Kinderbetreuung vor. Und auch die Erschließung dringend benötigter Gewerbegebiete werde vorangetrieben - "zudem werden für die Flächen im Nordlippepark derzeit ernst zu nehmende Vermarktungsgespräche geführt". Der Bau der Nordost-Umgehung bis spätestens 2011 soll sein Übriges dazu tun, damit Werne für die Wirtschaft und deren Fachkräfte eine gute Adresse bleibt.

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