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Im Solebad müssen Schwimm-Shorts die Knie frei lassen

WERNE Cool sind sie, die Badeshorts. Und kein Jugendlicher, der auf sich hält, würde sich in eine enge Badehose konventionellen Zuschnitts zwängen. Doch für die Badbetreiber sind die Schlabberhosen ein Problem.

von Von Irene Steiner

, 07.08.2008

Auch für Ulrike Stiefken, Leiterin des Natursolebads: "Die Shorts sind nicht wirklich als Badehosen geeignet", seufzt sie. Zum einen belasten sie durch einen vermehrten Faserabrieb die Filteranlage. Zum anderen saugen sie sich in erheblichem Maße mit Wasser voll. Das führt dazu, dass der Pegel im Becken sinkt: "Der Wasseraustrag ist nicht ohne", bestätigt Ulrike Stiefken.

"Und die Jugendlichen gehen ja nicht einmal am Tag ins Wasser und wieder raus, sondern laufend, da kommt schon einiges zusammen." An Wasser, das wieder aufgefüllt werden muss für teuer Geld. Und zum dritten können die schweren Hosen für jüngere Schwimmer auch gefährlich werden: "Die müssen ganz schön gegen das Gewicht anstrampeln", so Stiefken.

Und so schiebt die Badbetreiberin der ungehemmten Modetorheit einen Riegel vor: "Die Shorts müssen über dem Knie enden", heißt eine Badregel. Eine andere: "Unterhosen unter der Badehose sind nicht zulässig." Denn das ist eine zweite Unsitte, die sich bei den männlichen Jugendlichen breit macht. Der Short an sich reicht nicht, man trägt dann gern noch einen Boxershort darunter, der dann auch - nach Model-Manier - im Bund rausgucken darf.

Nachwuchs-Models werden nach Hause geschickt Das aber im Solebad eben nicht, jedenfalls nicht, wenn es ins Wasser geht. Darauf achten die Schwimmmeister. Die auch ein Auge auf (zu) lange Badehosen haben. Und gegebenenfalls die Nachwuchs-Models nach Hause schicken, um eine andere zu holen: "Zu leihen gibt es so etwas nicht, das ist unhygienisch", findet Ulrike Stiefken.

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