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Kita-Anbau in Horst schreitet voran – Richtfest am Sonntag

Kita-Anbau Horst

Viel tut sich auf der Baustelle neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Werne-Horst. Die Erweiterung der Kita St. Marien um einen Anbau scheint deutlich früher fertig zu werden als geplant.

Werne

, 14.08.2018
Kita-Anbau in Horst schreitet voran – Richtfest am Sonntag

Die Kitaerweiterung in Horst schreitet voran. Von der Marienstraße gibt es einen eigenen Zugang für den Mehrzweckbereich des Neubaus. © Wilco Ruhland

Die Baustelle macht enorme Fortschritte. So große, dass die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Marien in Werne-Horst bereits Ende des Jahres fertig sein soll anstatt erst zum nächsten Kindergartenjahr. „Wir hoffen, zu Weihnachten hier drin zu sein“, erklärt Herbert Schulze-Geiping beim Gang durch die Baustelle.

Nachdem der Vorsitzende des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus Horst und Wessel im Jahre 2010 mit der Gründung eines runden Tisches die Schließung der Kita verhinderte, erhält die pädagogische Einrichtung unter anderem sogar einen weiteren Raum für eine zweite Gruppe.

Schon eine ganze Weile befindet sich übergangsweise eine halbe Gruppe von Kindern unter 3 Jahren im gegenüberliegenden Dorfgemeinschaftshaus (DGH), das im Prinzip aus dem runden Tisch hervorging. Seit dem 1. August ist hier sogar eine ganze Gruppe von zehn Kindern zuhause.

Orientierung am Vorbild

Optisch zeigt sich die Orientierung am DGH. Von der Verklinkerung der Außenwände über die bodentiefen Fenster im Erdgeschoss bis hin zum Dach. Letzteres ist oben flach, weist im zweiten Stockwerk aber einen Dachkranz auf, der entgegen der ursprünglichen Bauzeichnung schräg nach unten verläuft.

Nach der Empfehlung eines Zimmermanns änderten die Verantwortlichen um Schulze-Geiping kurzerhand die Pläne, sodass das Kitagebäude optisch noch näher am Vorbild steht. Die Grundfläche weist fast die gleiche Größe wie das DGH auf, ist mit 300 Quadratmetern sogar noch etwa 50 Quadratmeter größer.

Kita-Anbau in Horst schreitet voran – Richtfest am Sonntag

Herbert Schulze Geiping steht in dem neuen Gruppenraum. „Hier spielt sich bald das ab, was gerade drüben im Dorfgemeinschaftshaus stattfindet", sagt er. © Wilco Ruhland

Auch der zu Beginn kalkulierte finanzielle Rahmen von rund 400.000 Euro soll laut Herbert Schulze-Geiping voraussichtlich eingehalten werden. Das neue Gebäude ist wie das DGH größtenteils selbstfinanziert. 34 Mitglieder des Fördervereins haben Darlehensverträge, von 1000 bis hin zu 20.000 Euro, wie Schulze-Geiping erklärt.

Richtfest am Sonntag

Auch deshalb findet am Sonntag, 19. August, ab 10 Uhr, ein Richtfest an der Baustelle statt. „Wir wollen zeigen, was wir mit dem Geld der Leute machen“, erklärt der umtriebige Horster die Beweggründe.

„Eingeladen sind alle Horster, alle Helfer und Gönner, aber auch alle Interessierten. Der Bürgermeister darf sich gern auch in die letztere Kategorie einordnen“, spricht er somit eine Einladung an Bürgermeister Lothar Christ aus.

Bei dem Fest wollen die Beteiligten unter anderem durch die Baustelle führen. Ähnlich wie beim DGH übernahmen die Horster Bürger viele Arbeiten selbst. Die beteiligten Fachfirmen, wie Maurer Döbke, Firma Teigel und Funhoff, seien darüber hinaus alle ortsansässig.

Mehrzweck wird großgeschrieben

Die neuen Räume der Kita kommen im Übrigen nicht nur den kleinsten Horstern zugute. Ein klar festgelegter Bereich im Erdgeschoss, mit eigenem Eingang von der Marienstraße – mit WC, Dusche, Besprechungsraum und Zugang zur Turnhalle – soll von Vereinen genutzt werden. Mehrzweck wird in einem kleinen Dorf wie Horst großgeschrieben, macht Herbert Schulze-Geiping deutlich.

Im Obergeschoss des Neubaus befindet sich außerdem eine 80 Quadratmeter große „Hausmeisterwohnung“ mit ansehnlicher Dachterrasse. „Hier hat man den Blick über die Dächer von Horst“, sagt der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft mit einem Schmunzeln. Abgetrennt von der Wohnung befindet sich im zweiten Stock ein weiterer Mehrzweckraum, den Jugendliche von 14 bis 17 Jahren nutzen sollen – als eine Art Jugendzentrum.

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