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Langes Warten nach der Bewerbung um städtische Ferienjobs in Werne

Ferienjobs

Der Bauhof sucht für die Sommerferien vier Ferienjobber. Bewerbungsschluss war am 20. Juni. Doch Nachricht über Zu- oder Absage gibt’s frühestes am 4. Juli. Zehn Tage vor Ferienbeginn.

Werne

, 25.06.2018
Langes Warten nach der Bewerbung um städtische Ferienjobs in Werne

Der Bauhof sucht insgesamt vier junge Leute als Ferien-Aushilfen. Unter anderem für Säuberungs- und sonstige Hilfsarbeiten. © Theresa Schlütermann

Ende Mai rief der Bauhof öffentlich dazu auf, sich für Ferienjobs zu bewerben. Zwei junge Leute sucht er für die erste Ferienhälfte, zwei für die zweite. Stichtag für die Online-Bewerbung: Mittwoch, 20. Juni.

Der 16-jährige Finn (Name von der Red. geändert) hat den Aufruf abgeschickt. Sein Vater rief daraufhin am 21. Juni beim Bauhof an, um nach dem Ergebnis zu fragen: „Ob so oder so; Hauptsache, man weiß Bescheid und kann entsprechend planen.“

Alles andere als Planungssicherheit

Doch von Planungssicherheit keine Spur. Erst müsse der Personalrat seine Zustimmung geben. Die nächste turnusmäßige Sitzung sei Anfang Juli. Vorher sei da nichts so machen. „Das ist doch ein Unding, so ein Verfahren für ein paar Ferienjobs“, meint der Vater.

„Nach Paragraf 72 des Landespersonalvertretungsgesetzes muss das so sein“, sagt der städtische Personalleiter Jörg Krumrey auf Anfrage. Er erklärt das Procedere:

Insgesamt haben sich 25 junge Leute auf die vier Jobs beworben, 19 Jungen, 6 Mädchen.

Bewerber aus zwei Töpfen ausgelost

Nach Bewerbungsschluss wurden zwei Töpfe – Mädchen und Jungen – gebildet. „Vier Leute, unter anderem war ich dabei, haben dann aus den Töpfen zwei Jungen und zwei Mädchen gezogen“, sagt Krumrey. Außerdem noch Ersatzkandidaten, falls diese Bewerber absagen.

Die Liste mit den Gezogenen geht zum Bürgermeister, der unterschreibt und leitet sie an den Personalrat weiter. Der hat seine nächste turnusmäßige Sitzung am 3. Juli. Frühestens am 4. Juli erfahren die 25 Kandidaten also, ob sie den Job bekommen oder nicht.

„Relativ kurzfristig“

Wer Pech hatte, hat dann gerade einmal zehn Tage Zeit, um sich nach einer anderen Ferienbeschäftigung umzusehen. „Aus Sicht der Betroffenen ist das natürlich relativ kurz“, zeigt Krumrey Verständnis für den verärgerten Vater.

Aber viel früher könne man seiner Meinung nach die Ferienjobs beim Bauhof nicht ausschreiben. Und der Personalrat muss gehört werden: „Das ist ein wichtiges Element der Demokratie.“

Kommentar: Bürokratie contra Demokratie
  • Die Vergabe von vier Ferienjobs für Handlanger-Dienste im Städtischen Bauhof löst ein komplexes bürokratisches Verfahren bei der Stadt aus.
  • So wichtig Personalvertretungs-Rechte in einer Demokratie sind: In diesem Fall fehlt mir das Verständnis, warum man nicht auf eine solche Genehmigung verzichten kann oder sie pauschal vorab erteilt.
  • Für die Bewerber ist es schlicht nicht nachvollziehbar, dass sie erst zwei Wochen nach Bewerbungsschluss Klarheit haben.
  • Das muss schneller gehen.
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