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Lippe nach Umbau: Doppelt so breit und halb so tief

WERNE/ LÜNEN Die Lippe zwischen Werne und Lünen soll in Zukunft an einigen Stellen doppelt so breit und halb so tief sein wie derzeit. Das ist Ziel des Umbaus des Flusses aus ökologischen und wasserwirtschaftlichen Motiven. Das Planungsziel wird vom Lippeverband im Auftrag des Landes verfolgt.

von Von Beate Rottgardt

, 06.08.2008

Durch die Maßnahmen soll auch in puncto Sicherheit vor Hochwassergefahren einiges erreicht werden. Zudem ist an die Naherholung gedacht.

„Die Städte des Nordkreises, insbesondere Lünen, Werne und Bergkamen sehen das Projekt als wichtiges Ziel an und planen eine entsprechende Partnerschaft zum Thema Lippeumgestaltung“, erläuterte Lünens Technischer Beigeordneter Jürgen Evert im Vorfeld des Ausschusses für Stadtentwicklung in Lünen.

 Am 12. August sollen die Mitglieder diese Partnerschaft im Rahmen des so genannten „Life+"-Projekts beschließen.

Kosten: Über zwei Millionen Euro

Allein zwischen Beckinghausen und Werne sollen die Maßnahmen mehr als zwei Millionen Euro kosten. Deshalb will sich das Land um EU-Förderung im Rahmen von „Life+“ bemühen. Die wird aber nur gewährt, wenn auch Engagement von kommunaler Seite her bewiesen wird. Und das soll durch die angestrebte Partnerschaft erfolgen.

Mit bescheidenen Mitteln dabei „Wir wollen uns mit bescheidenen Mitteln einbringen“, kündigte Evert an. Möglich seien beispielsweise Baustellenführungen in Verbindung mit den Stadtführungen. Oder auch die Bereitstellung von Veranstaltungsräumen, Infotafeln etc..

„Unser Vorschlag an die Politik ist es, beizutreten. Es würden zwischen 2010 und 2015 insgesamt Kosten in Höhe von 10 000 Euro anfallen", erklärt Evert: „Das ist selbst bei schlechterer Haushaltslage sicher noch möglich.“

Möglichkeiten für Tier- und Pflanzenwelt Konkret geplant ist die Entfernung des Wehres in Beckinghausen, das durch eine 90 Meter lange Sohlgleite, einer quer zur Strömung liegenden Regelschwelle,   „ersetzt“ wird. Durch die Maßnahme ändern sich Fließgeschwindigkeit und Flussuntergrund, die Fische haben weniger Schwierigkeiten, aufwärts zu schwimmen. Das „entfesselte“ Ufer berge ebenfalls mehr Möglichkeiten für Tier- und Pflanzenwelt.

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