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Luxus-Dienstreise: Bundestagsabgeordneter Hüppe weist Vorwürfe zurück

WERNE Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) aus Werne hat schwere Anschuldigungen des "Spiegel" zurückgewiesen. In der aktuellen Ausgabe hat das Nachrichtenmagazin ihn und weitere Parlamentarier bezichtigt, eine Luxus-Dienstreise in die USA unternommen und sich unverschämt verhalten zu haben.

von Von Heiko Mühlbauer

, 18.08.2008
Luxus-Dienstreise: Bundestagsabgeordneter Hüppe weist Vorwürfe zurück

Hüppe muss sich kritische Fragen gefallen lassen.

Hüppe verwies auf seine Miles&More-Abrechnung: "San Francisco - Frankfurt, Business Class". Nein, First Class sei er nicht geflogen, musste Hüppe am Montag des Öfteren erklären. Grund dafür ist ein Artikel im "Spiegel". Die Gruppe von Bundestagsabgeordneten hätte sich unter dem Deckmantel einer Dienstreise eine Freizeittour in die USA gegönnt und dann noch Forderungen an Botschaftangehörige und Gastgeber gestellt, schreibt das Blatt. Das alles sei derart unverschämt gewesen, dass die Botschaft ein Beschwerdeschreiben an das Auswärtige Amt gerichtet habe.

In Bezug auf Hüppe heißt es, der habe sein schlechtes Englisch vorgeschoben, um sich von einem Botschaftsfahrer zum Flughafen fahren und beim Einchecken begleiten zu lassen. Dann habe er aber plötzlich nicht nur doch Englisch geredet, sondern auch seinen Wunsch nach einer Aufwertung seines Tickets in die First Class mühelos ausgedrückt.

„Das stimmt so nicht“, betonte Hüppe am Montag gegenüber unserer Redaktion. Er sei wie vereinbart Business-Class geflogen. Bei einem Zwischenflug habe er sogar Economy genommen. Und auch die Vorwürfe einer Lustreise will er nicht auf sich sitzen lassen. Auf dem Programm habe das größte derzeit bestehende Stammzellen-Projekt CIRN, ein Besuch bei einem Programm für künstliche Befruchtung und ein Besuch bei der Bayer AG in Berkley gestanden.

Abends hätte er sich mit einem Doktoranden aus der Stammzellenforschung getroffen und nicht Konzerte besucht, so der Bioethik-Experte. Um den Wagen zum Flughafen habe er in der Tat gebeten und auch um die sprachliche Unterstützung beim Einchecken. Den Steuerzahler sei das aber sicher nicht teurer gekommen, als wenn man ein Taxi genommen hätte. Im Übrigen sei es so gewesen, dass die dienstlichen Termine von der Botschaft eher zu knapp veranschlagt worden seien: „Die Botschaftsangehörigen haben am Freitag mit den Hufen geschart, als wir unseren Termin überzogen hatten.“

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