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Mit vorgehaltenem Messer Geld und Handy gefordert

Raubüberfall

Ein dreister Raub durch einen 19-jährigen Werner beschäftigte am Dienstag das Schöffengericht in Lünen. Allerdings musste der Prozess vertagt werden.

WERNE/LÜNEN

von Von Heinrich Höckmann

, 19.06.2012

Die Sitzung wurde vertagt weil ein weiterer Zeuge gehört werden soll. Am 26. Oktober 2011 waren der Angeklagte und sein Komplize nach Münster gefahren. Dort hatten sie Am Kanonengraben gegen 3.15 Uhr einen Radfahrer angehalten und mit vorgehaltenem Messer die Herausgabe seiner Geldbörse und seines Handys erzwungen. Der Angeklagte versuchte dem Gericht zu vermitteln, nur eine Nebenrolle gespielt zu haben. Er habe lediglich Geld und Handy entgegengenommen. Der Komplize habe das Messer gezückt. Der Entschluss zu der Tat sei spontan gefasst worden.

Ein zähes Ringen um die Wahrheit setzte ein, denn der Angeklagte rückte nur scheibchenweise damit heraus. Wohl vor dem Hintergrund, dass der Abiturient um seine Studienberechtigung für das Lehramt bangte. Nachdem der Richter das polizeiliche Vernehmungsprotokoll verlesen hatte gestand er die Beteiligung. Nach Verlesung der Aussage des Komplizen - langes Schweigen, dann gestand er auch den Vorsatz, nämlich die Planung an dem Tatabend. Aber ein Telefonat, eine Woche vor der Tat, in dem es wegen der schlechten finanziellen Lage um einen Raubzug ging, mochte er nicht gestehen. Nun will das Gericht den Komplizen hören, der ist bereits zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt und kann sich somit nicht auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen. Der Prozess wird am 28. Juni fortgesetzt.

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