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Monika D. will weiter schweigen

Mordfall Elsbeth B.

Es bleibt dabei: Monika D. (27), die mutmaßliche Mörderin der Werner Pferdehofbesitzerin Elsbeth B. (65), wird sich im Prozess nicht selbst zu den Mordvorwürfen äußern. Das erklärten am Montag ihre Verteidiger vor dem Dortmunder Schwurgericht.

WERNE/DORTMUND

von Von Werner von Braunschweig

, 11.06.2012

„Frau D. wird sich vor Gericht nicht einlassen. Heute nicht und im Übrigen auch nicht“, sagte ihr Verteidiger Christoph Klein (Köln). Zuletzt hatte es auf Seiten der Verteidigung offenbar gewisse Denkspiele gegeben, nach denen Monika D. ihr einjähriges Schweigen im Prozess eventuell doch noch brechen und zu dem dramatischen Tatgeschehen auf dem Hof von Elsbeth B. im Oktober 2010 Stellung beziehen könnte. Dazu passte: Am Montag (36. Verhandlungstag) hatte neben der 27-Jährigen auch extra ihr behandelnder Psychologe Platz genommen. Doch dann fiel die Entscheidung: Die Lippen der mutmaßlichen Mörderin bleiben versiegelt. Monika D. ist seit mehreren Wochen nicht mehr in einer Haftanstalt, sondern in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Anfang März hatte sich ihr psychischer Zustand offenbar dramatisch verschlechtert. Am Rande des Prozesses war damals von einer „akuten Krisenintervention“ die Rede. Angeblich bestand die ernste Befürchtung, dass sich Monika D. etwas antun könne.Monika D. wird vorgeworfen, die  Werner Hofbesitzerin Elsbeth B. im Oktober 2010 aus Habgier ermordet zu haben. Zehn Tage hatte die Leiche von Elsbeth B. in einer Pferdebox gelegen – erstochen, verblutet und versteckt unter einem Haufen Mist. Rechtsmediziner stellten später eine Vielzahl von scharfen Stich- und Schnittverletzungen gefunden – am Nacken, Hals, Gesicht, Kopf und an den Schultern.

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht alles danach aus, dass am nächsten Verhandlungstag Psychiaterin Marianne Miller ihr Gutachten erstattet. Dabei geht es vor allem um die Schuldfähigkeit der Angeklagten. Sollte Monika D. zur Tatzeit nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gewesen sein, müsste selbst bei einer Verurteilung wegen Mordes nicht unbedingt eine lebenslange Haftstrafe verhängt werden.

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