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Müll-Situation an der Marga-Spiegel-Sekundarschule hat sich verbessert

Müll-Problem

Viel Müll sorgte lange für Ärger an der Marga-Spiegel-Sekundarschule. Die Situation habe sich mittlerweile verbessert, heißt es von der Schulleitung. Das liegt vor allem an einer Änderung.

Werne

, 11.09.2018
Müll-Situation an der Marga-Spiegel-Sekundarschule hat sich verbessert

„Muss der Dreck wirklich auf dem Boden liegen? Dafür bin ich doch da?“ steht auf einem Mülleimer in der Aula der Marga-Spiegel-Sekundarschule. Lange hatte die Schule ein Müll-Problem. Doch das hat sich nun verbessert – auch wenn es noch Handlungsbedarf gibt. © Al-Madani/Marga-Spiegel-Sekundarschule

Neben statt im Mülleimer: Ein Blick nach der Pause in die Aula reichte, um zu erkennen, dass die Marga-Spiegel-Sekundarschule ein Problem mit der Müll-Entsorgung hat. Überall lagen Plastikreste, Papier oder leere Getränkepäckchen auf dem Boden. Das ist nun ein halbes Jahr her. Und seitdem hat sich die Situation an der Sekundarschule verbessert, wie Nadim Al-Madani, stellvertretender Schulleiter, erklärt.

Verbannung von Verpackungen bringt Veränderung

Und das hat vor allem einen Hintergrund: Seit den Osterferien gibt es ein verändertes Angebot in der Schul-Cafeteria. Wie angekündigt, verzichtet der Caterer seitdem auf Speisen und Getränke mit Verpackungsmaterial. Dass es keine Capri-Sonne und kein eingepacktes Schokoladen-Crossaint mehr gibt, störte die Schüler nur zeitweise. „Eine Woche lang hat es sie geärgert. Aber sie stellen sich schnell um und kaufen dann andere Dinge in der Cafeteria“, erzählt Al-Madani. Nun greifen die Kinder stattdessen zu Obst, Gemüsesticks oder Salat. Damit wird grundsätzlich weniger Müll produziert. „Und entgegen unserer Befürchtung bringen die Schüler auch kein verpacktes Essen von zu Hause mit“, so Al-Madani.

Auch die „Woche der Sauberkeit“ im April habe dazu beigetragen, dass die Schüler stärker für das Thema sensibilisiert sind. Da hat jede Klasse ihren Klassenraum und den Schulhof gesäubert. Und die Mülltonnen haben die Schüler mit Hinweisen versehen: „Muss der Dreck wirklich auf dem Boden liegen? Dafür bin ich doch da“ steht da zum Beispiel auf den Behältern. Doch da besteht allerdings noch Handlungsbedarf.

Müll-Situation an der Marga-Spiegel-Sekundarschule hat sich verbessert

Hinweise wie diese sollen die Schüler für die richtige Müll-Entsorgung an der Schule sensibilieren. © Al-Madani/Marga-Spiegel-Sekundarschule

Neue Mülleimer sind nötig

Die Mülleimer stehen in der Aula auf dem Fußboden. Sie müssten eigentlich auf Hüfthöhe hängen, damit sie nicht umgestoßen werden können, erklärt Al-Madani. Neue Mülleimer müssen her, sind sich die Verantwortlichen sicher. „Wir reden nicht über zwei bis drei neue Mülleimer, sondern über ganze Systeme. Deshalb ist das Sache des Schulträgers“, sagt Al-Madani.

Eine entsprechende Anfrage haben die Verantwortlichen bereits bei der Stadt gestellt. Etwa 2000 bis 3000 Euro würden die neuen Behälter, die in Hüfthohe angebracht werden sollen und über ein Trennsystem verfügen, kosten. Mindestens zwei dieser neuen Mülleimer sollen in der Aula installiert werden. Denn hier würde nach wie vor noch Müll auf dem Boden landen, erzählt Al-Madani. Doch sei dies deutlich weniger geworden, so der stellvertretende Schulleiter.

Plastikflaschen entsorgen und Gutes tun

Auch weniger Plastikflaschen liegen im Schulgebäude herum. Die Schüler und Lehrer bringen sie nun in eine Sammelstation, die in der ersten Etage steht. Seit etwa zwei Monaten steht dort ein großer Korb, in dem die Flaschen gesammelt werden. Wenn dieser gefüllt ist, wird das Leergut zum Recycling gebracht. „Von dem Erlös wird der Schulgarten mitfinanziert“, erklärt Nadim Al-Madani.

Bereits mehr als 200 Euro sind innerhalb der ersten zwei Monate dabei zusammengekommen. Wer seine Flaschen hier entsorgt, tut also nicht nur etwas für eine saubere Schule, sondern auch für einen guten Zweck. Die Schüler sollen sich auch auf diese Weise ihrer eigenen Verantwortung bewusst werden, erklärt Al-Madani. „Man muss ihnen zeigen, dass sie selbst etwas tun können für den Platz, an dem sie so viel Zeit verbringen.“

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