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Neue Dynamik in der Werner Hundehaufen-Debatte

200 Euro Bußgeld für Hundehaufen

Eigentlich war es eher ein symbolischer Akt der FDP – dann wurde es zum viel diskutierten Thema. Nun hat der Rat der Stadt Werne endgültig beschlossen, das Bußgeld für nicht entfernte Hundehaufen auf 200 Euro zu erhöhen. In den sozialen Netzwerken nahm das Thema am Mittwoch noch einmal Fahrt auf.

Werne

, 07.03.2018
Neue Dynamik in der Werner Hundehaufen-Debatte

Wer den Hundehaufen nicht wegmacht, dem droht demnächst ein Bußgeld von 200 Euro. © dpa

Das Solebad, die vom Leerstand gebeutelte Innenstadt und die Sicherheitsdiskussion um Rosenmontag wären schon vier Themen, bei denen öffentliches Interesse gegeben ist. Doch bei keinem anderen Thema wurde in Gremien, via E-Mail, in sozialen Medien oder in Gesprächen auf dem Wochenmarkt derart emotional und erbittert diskutiert wie beim aktuellen Aufreger: Hundehaufen.

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Eigentlich war es eher ein symbolischer Akt, den die FDP mit ihrem Antrag Anfang Februar für den Sozialausschuss formuliert hatte: Das Bußgeld für nicht beseitigte „Tretminen“ sollte von derzeit 35 auf 200 Euro steigen. Schon die Berichterstattung unserer Zeitung im Vorfeld der Ausschusssitzung sorgte für angeregte Diskussionen. Hundebesitzer fühlten sich generell angegriffen, Befürworter wiesen auf die abschreckende Wirkung der Bußgeldhöhe hin.

Im Ausschuss selbst hatte die FDP noch einmal klargestellt, dass man die Hundebesitzer nicht bestrafen, sondern vielmehr auf das Problem aufmerksam und für das Thema sensibilisieren wolle. Vonseiten des Ordnungsamtes hieß es außerdem, dass im Ernstfall die Beweislast bei der Behörde liege. Und die Fälle, in denen man einen Hundehaufen auch tatsächlich einem Tier zuordnen könne, seien an einer Hand abzuzählen.

Die Fronten sind verhärtet

Dennoch entschied der Ausschuss einstimmig bei vier Enthaltungen für die Erhöhung des Bußgeldes und gab die entsprechende Empfehlung an den Stadtrat, der am Mittwochabend dieser Empfehlung mehrheitlich folgte. Damit müssen Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entfernen, nun mit 200 Euro Bußgeld rechnen. Zudem will das Ordnungsamt vor allem frühmorgens auf Streife gehen, um die Täter auch tatsächlich zu erwischen.

Da am Mittwoch ein öffentlich-rechtlicher Radio- und Fernsehsender auf das Thema aufmerksam wurde, erhielt die Hundehaufen-Debatte in den sozialen Netzwerken noch mal eine neue Dynamik. Neue Argumente gab es freilich nicht, dafür zeigte sich erneut, dass die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Regelung extrem verhärtet sind. Daran wird wohl auch das hohe Bußgeld nichts ändern.

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