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"Polizeiberuf kann man nicht an der Haustür ablegen"

WERNE Bewegt waren die Zeiten, als Antonius Feldmann vor 40 Jahren in den Polizeidienst eintrat: In Berlin wurde der Student Benno Ohnesorg von der Polizei erschossen, zehn Jahre später Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer entführt und erschossen.

von Von Wolfgang Gumprich

, 13.12.2007
"Polizeiberuf kann man nicht an der Haustür ablegen"

Landrat Michael Makiolla (rechts) überreichte als Oberster Dienstherr die Entlassungsurkunde an Antonius Feldmann. Mit ihm freute sich seine Frau Marianne. Es gratulierten die Bürgermeister Jörg Hußmann (links) und Rainer Tappe.

Daran erinnerte Landrat Michael Makiolla in seiner Laudatio auf den scheidenden Polizeihauptkommissar Antonius Feldmann gestern im Festsaal des Alten Rathauses. Die Polizei habe seitdem viel von ihrer Obrigkeitsstaatlichkeit verloren und sei bürgernah geworden: "Sie begegnet dem mündigen Bürger auf Augenhöhe." Und diese "neue Polizei", wie Makiolla sich ausdrückte, werde symbolisiert und gelebt von Antonius Feldmann.

13 Jahre der Werner Polizei vorgestanden

13 Jahre, so Dienstherr Makiolla, habe Feldmann der Polizei in Werne und der Nebenstelle in Selm vorgestanden; da er eine Institution im gesellschaftlichen Leben der Stadt Werne sei, habe er einen engen Bezug zu seinem Umfeld gehabt; dies bezeichnete der oberste Chef der Kreispolizei als gut, weil so die Polizei in ein Netzwerk eingebunden sei: "Wir brauchen eine bürgernahe Polizei."

Die enge Verbundenheit zu ihren Städten stellten auch die Bürgermeister Rainer Tappe für Werne und Jörg Hußmann für Selm in ihren kurzen Reden heraus.

"Ehrenvolle Aufgabe"

Er würde zwar vieles anders machen, aber er würde wieder Polizist werden wollen, bekannte der scheidende Antonius Feldmann, "es ist eine ehrenvolle Aufgabe", sagte er unter dem Beifall der vielen Gäste, darunter Kollegen, Vertretern der Feuerwehr, des DRK, des THW und aus der Verwaltung.

Sehr persönlich wurde es, als Marianne Feldmann ans Rednerpult trat: "Diesen Beruf kann man nicht an der Haustür ablegen, er war aber wie ein Geschenk für uns. Wir haben uns daran entwickelt."

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