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Post an der Alten Münsterstraße schließt am 30. August – Das müssen Kunden wissen

Post-Umzug

Post und Postbank öffnen am 30. August ein letztes Mal an der Alten Münsterstraße. Gleichzeitig nimmt das Ladenlokal an der Stockumer Straße den Post-Betrieb auf. Die Fakten im Überblick.

Werne

, 23.08.2018
Post an der Alten Münsterstraße schließt am 30. August – Das müssen Kunden wissen

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte das Postbank Finanzcenter an der Alten Münsterstraße immer wieder geschlossen. Am Donnerstag, 30. August, ist endgültig Schluss. Ein Werner Einzelhändler übernimmt als Partner der Post den Betrieb © Leandra Stampoulis

Im Januar 2018 sagte Postbank-Pressesprecher Ralf Palm, dass man den Standort in Werne betrachte. Keine zwei Monate später, am 27. März, teilte die Postbank dann offiziell mit, dass sie die Geschäftsstelle an der Alten Münsterstraße zum 30. August 2018 schließen wird.

In den vergangenen Monaten betrieb die Postbank AG die Filiale in Werne noch, wickelte auch das Brief- und Paketgeschäft für die DHL-Group ab, das den größten Teil des Betriebes in Werne ausmacht. Ende des Monats ist Schluss. Und dann? Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir noch einmal für Sie zusammengefasst:

Wann schließen Post und Postbank an der Alten Münsterstraße?

Letzter Tag ist der 30. August. Am Freitag, 31. August, hat die Filiale an der Alten Münsterstraße bereits geschlossen.

Was ändert sich dann für Kunden der Post?

Wie die Postbank, die vor einigen Jahren das Filialnetz der Deutschen Post übernommen hatte, bereits Ende März mitteilte, verlagern sich die Dienstleistungen der Post an einen anderen Standort – und zwar in das Ladenlokal an der Stockumer Straße 18. Für Kunden der Post soll sich also genau genommen nur die Adresse ändern. Briefe und Pakete sollen sie weiterhin aus Werne abschicken können.

Die Dienstleistungen können Kunden bereits ab dem 30. August an der Stockumer Straße in Anspruch nehmen – der Betrieb soll an diesem Tag parallel laufen.

Und was ändert sich für Kunden der Postbank?

„Dienstleistungen der Postbank können Kunden in der neuen Post-Filiale nach wie vor in Anspruch nehmen“, teilte die Postbank mit. Am Schalter an der Stockumer Straße sollen Kunden ab dem 30. August Geld abheben können.

Ab Mitte September sollen ihnen dann zwei SB-Geräte zur Verfügung stehen – ein Geldautomat und ein Serviceterminal, die während der Filialöffnungszeiten zugänglich sind. Das Drucken von Kontoauszügen allerdings sei aus technischen Gründen ein paar Tage nicht möglich.

Kostenlos Bargeld abheben können Kunden der Postbank auch in der Deutschen Bank an der Steinstraße 35. Darüber hinaus bieten viele Supermärkte inzwischen das sogenannte Cashback-Verfahren an, bei dem man sich beim bargeldlosen Bezahlen kostenfrei Geld auszahlen lassen kann – etwa im Rewe-Center am Konrad-Adenauer-Platz oder im Penny-Markt, An den Zwölf Bäumen 8.

Für beratungsintensivere Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge und Privatkredite sollen Kunden demnächst die Postbank-Filiale in Bergkamen, Töddinghauser Straße 150, nutzen oder die Finanzberatung zu Hause in Anspruch nehmen.

Das Ladenlokal an der Stockumer Straße betrieb den Paketversand Hermes. Wird es den ab September zusätzlich zur Deutschen Post geben?

An diesem Standort nicht. „Wir machen nur Exklusivverträge. Ich kenne keinen Fall, in dem zwei Konkurrenten im selben Ladenlokal ansässig sind“, so Post-Sprecher Rainer Ernzer.

Was passiert mit den Mitarbeitern der Filiale an der Alten Münsterstraße?

Die hatte sich die Postbank damals „ausgeliehen“, als sie das Filialnetz der Deutschen Post übernahm. Mit der Schließung der Geschäftsstelle gehören ein paar Mitarbeiter jetzt quasi wieder der Post. Kündigungen wird es laut Post-Sprecher Rainer Ernzer „zu 100 Prozent“ nicht geben. „Wir sind ein großer Konzern und werden unsere Mitarbeiter an anderer Stelle einsetzen, nur nicht mehr am Schalter.“ Zu der Anzahl der Mitarbeiter machte Ernzer keine Angaben.

Der Einzelhändler an der Stockumer Straße, mit dem die Post kooperiert, stellt eigene Mitarbeiter für den Betrieb ein.

In den vergangenen Monaten war es an der Alten Münsterstraße wegen Personalmangels immer wieder zu vorübergehenden Schließungen gekommen. War das der Grund für die endgültige Schließung an diesem Standort?

Nein, so die Postbank. „Wie alle Banken beobachtet auch die Postbank, dass sich das Verhalten unserer Kunden in Zeiten der Digitalisierung verändert“, sagte Pressesprecher Ralf Palm – etwa mit Blick auf das Online-Banking.

Steht das Post-Gebäude an der Alten Münsterstraße nach dem Umzug komplett leer?

Nein. Auch wenn die Filiale an der Alten Münsterstraße schließt, will die Post den Mietvertrag mit dem Eigentümer des Gebäudes, der Barlage Bau und IT-Service GmbH mit Sitz in Nordkirchen, vorerst aufrechterhalten und einen Teil der Fläche wie schon in der Vergangenheit als Paket-Lager nutzen.

Ob das so bleibt, ist eine Frage der Zeit, „denn letztendlich wächst der Paketmarkt stetig – auch in Werne“, so Ernzer. Irgendwann werde man sich vergrößern müssen. Denkbar sei etwa, dass bei steigendem Paketaufkommen der Logistik-Teil ins Gewerbegebiet abwandert. „Solange halten wir der Post alle Türen offen“, sagte Eigentümer Christoph Barlage bereits im März

Die eigentliche Filialfläche hatte die Postbank angemietet, hier wurde der Mietvertrag gekündigt.

Barlage selbst könnte sich vorstellen, das Gebäude umzubauen. Eine Baugenehmigung liegt längst vor, geplant sind 14 Wohnungen, verteilt auf das zweite und dritte Geschoss, und ein zusätzliches Staffelgeschoss, das bei einem Umbau hinzukommen würde.

Sollte auch die Post ihren Mietvertrag irgendwann kündigen, wäre im unteren Teil ein Nahversorgungsangebot eine denkbare Idee. Das war wegen der Nähe zum Rewe-Markt an der Alten Münsterstraße unter den heimischen Politikern zuletzt aber auf wenig Gegenliebe gestoßen.

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Was passiert mit den Postfächern und der Packstation?

Die Postfächer links der Geschäftsräume an der Alten Münsterstraße können Kunden weiterhin nutzen. Auch die Packstation auf dem Parkplatz an der Konrad-Adenauer-Straße bleibt an ihrem angestammten Platz.

Wann hat das Ladenlokal an der Stockumer Straße geöffnet?

Die neuen Öffnungszeiten für den ebenfalls neuen Post-Standort stehen noch nicht hundertprozentig fest. Die Familie Rishmawi, die neben Frankemöller an der Bonenstraße auch den Betrieb an der Stockumer Straße führt, ist nach eigenen Angaben noch im Austausch mit der Post. In der Vergangenheit hatte der Laden an sieben Tagen in der Woche von 8.30 (sonntags 9.30) bis 21 Uhr geöffnet – daran werde man sich orientieren.

Die offiziellen Öffnungszeiten sollen nach Angaben der Deutschen Post in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Das Postbank Finanzcenter in Bergkamen:
  • Für beratungsintensive Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge und Privatkredite müssen Werner Postbank-Kunden ab September auf das Postbank Finanzcenter in der Nachbarstadt ausweichen.
  • Kontakt: Töddinghauser Straße 150 in Bergkamen, Tel. (0180) 3 04 05 00.
  • Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr, sonntags geschlossen.
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