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Qualifizierte Auszubildende werden zur Mangelware

Mittelstandsvereinigung

Heimische Firmen müssen künftig verstärkt um qualifizierten Nachwuchs werben. Denn zum bekannten Mangel an guten Facharbeitern dürfte sich ein Mangel an qualifizierten Auszubildenden gesellen.

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 27.08.2010
Qualifizierte Auszubildende werden zur Mangelware

Wilhelm Neuhaus (l.), 2. Vorsitzender, und Klaus Jürgen Buse, 1. Vorsitzender, zeigen ein Diagramm mit den Umfragen zu Ausbildungszahlen der vergangenen Jahre.

Klaus Jürgen Buse: „Ich stelle einen Rückgang der schulischen Qualifikation der Azubis fest.“ Hinzu komme der demografische Wandel, der die Zahl der Lehrlinge dezimiere, sagt der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT). Zwei Komponenten, die kleinen wie großen Firmen gleichermaßen Probleme bei der Rekrutierung ihres Nachwuchses bereiten dürften. Sein Stellvertreter Wilhelm Neuhaus schlägt in die selbe Kerbe: „Wenn ein Bewerber im T-Shirt und kurzer Hose, so wie bei mir geschehen, zum Vorstellungsgespräch kommt, wird man schon stutzig.“

Buse und Neuhaus gaben diese Einschätzungen am Freitag im Vorfeld des alljährlichen MIT-Empfangs für die neuen Auszubildenden. Passend dazu haben die christdemokratischen Mittelständler 319 Firmen angeschrieben, von denen allerdings nur 42 eine Rückmeldung gaben. Diese 42 haben zum neuen Ausbildungsjahr 88 Lehrlinge eingestellt und offerieren 232 Praktikumsplätze. Während die Azubi-Plätze im Vergleich zum Vorjahr um 22 gestiegen sind, nahm die der Praktikanten um 46 ab. Für Klaus Jürgen Buse ein kleines Alarmsignal. „Praktikumsplätze sind für die berufliche Weichenstellung wichtig.“ Die Mittelstandsvereinigung setzt sich für die Ausbildung ein, z. B. durch die Lehrlingsbörse. Aber auch mit Angeboten wie dem Auszubildenden-Empfang, der ein kleines Dankeschön für Azubis wie für ihre Lehrherren sein soll.

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