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Rätselraten um Zalass' letzte Lebensjahre

Nach Selbstmord

Wie verbrachte der tot in Duisburg aufgefundene Ex-Vikar der Christophorus-Gemeinde seine letzten Lebensjahre? Von seinen Glaubensbrüdern in Duisburg hatte er sich zurückgezogen. Das Bistum Münster wähnte ihn sogar zurück in Warschau.

WERNE

von Von Daniel Claeßen

, 25.08.2010
Rätselraten um Zalass' letzte Lebensjahre

Mit einem Gottesdienst verabschiedete sich die Kirchengemeinde St. Christophorus von ihrem Vikar David Zalass.

"Wir sprechen den Hinterbliebenen unsere herzliche Anteilnahme aus und haben Kontakt mit dem Bistum Warschau aufgenommen." Mit diesen Worten nahm das Bistum Münster jetzt Stellung zum Tod von David Slawomir Zalass. Der Pfarrer war am 13. August in seiner Wohnung in Duisburg tot aufgefunden worden. Offenbar hatte er bereits seit Januar dort gelegen. Die Polizei hat keinen Zweifel an einem Selbstmord.   Wie Bistums-Pressesprecher Karl Hagemann erklärte, sei Pfarrer Zalass zehn Jahre im Bistum Münster tätig gewesen - zunächst von 1996 bis 2001 in Werne, danach bis 2005 als Vicarius Cooperator in St. Josef Duisburg-Walsum. "Im Jahr 2005 sollte er in sein Heimatbistum nach Warschau zurückkehren. Zum Bistum Münster hatte er seit 2005 keinerlei Kontakt mehr", heißt es weiter."Dachten, dass er in Warschau ist"

Karl Hagemann bestätigt: "Wir sind fest davon ausgegangen, dass Pfarrer Zalass wieder in Warschau ist. Wir hatten keine Ahnung, dass er noch in Duisburg wohnte." Dementsprechend überrascht sei man über die Nachricht aus dem Ruhrgebiet gewesen.

Kontakt zur Gemeinde vermieden Der Pfarrer von St. Josef Duisburg-Walsum, Walter Groß, erklärte hingegen: "Natürlich wussten wir, dass Pfarrer Zalass nicht nach Warschau zurückgekehrt ist, sondern weiter in Duisburg wohnte." Man habe immer wieder versucht, den Kontakt aufrecht zu erhalten. "Doch daran hatte er kein Interesse. Statt dessen hat sich Pfarrer Zalass immer weiter zurückgezogen." Der Kontakt sei dann schließlich abgebrochen.

Die Polizei in Duisburg äußerte sich am Mittwoch nicht weiter zu dem Fall "Es war eindeutig Selbstmord. Das reicht uns", erklärte Polizeisprecher Ramon van der Maat auf Anfrage. Wie der Pfarrer die Jahre zuvor gelebt habe, sei für die Polizei nicht von Interesse.

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