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Rechtsverhältnisse im Mittelalter sind heute unvorstellbar

Schriftenreihe erweitert

Die Schriftenreihe des Heimatvereins Werne zur Geschichte der Stadt Werne bekommt interessanten Zuwachs. Robert Becker hat sich der Historie der Gerichtsbarkeit Wernes angenommen und sie unter dem Titel „Der Freistuhl zu Mottenheim bei Werne“ zusammengefasst.

WERNE

von Von Arndt Brede

, 24.08.2010
Rechtsverhältnisse im Mittelalter sind heute unvorstellbar

Stellten die Schrift zur Gerichtsbarkeit in Werne vor: (v.l.) Museumsleiterin Heidelore Fertig-Möller und für den Heimatverein Autor Robert Becker sowie Joseph Funhoff und Willi Lülf.

Das Heft gibt einen Einblick in die Rechtsverhältnisse des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In die Zeit also, in der der Freistuhl einen Ort bezeichnete, an dem ein kaiserliches Frei- oder Femegericht unter dem Vorsitz des Freigrafen tagte. „Es wurde in einem ordentlichen Verfahren Recht gesprochen“, sagt Robert Becker. Doch was damals ordentlich war, würde heute für Entsetzen sorgen.

So seien die Schöffen damals in der Regel nicht in der Lage gewesen, zu schreiben und zu lesen. Und trotzdem hatten sie eine mitentscheidende Rolle beim Gerichtsverfahren. Einer von ihnen vertrat den Delinquenten nämlich als eine Art Anwalt. Schöffen waren auch diejenigen, die damals das Urteil vollstreckten. Nicht selten hängten sie ihn auf.   Wo? Unter anderem dort, wo noch heute ein Straßenname an die Gerichtsbarkeit erinnert: An den 12 Bäumen. Die Schrift kostet drei Euro und ist im Museum Werne oder beim Verkehrsverein Werne zu bekommen.

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