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Sanierungsarbeiten am Dachreiter des Kapuzinerklosters

Kloster-Sanierung Werne

Der Dachreiter des Kapuzinerklosters wird restauriert. Das Türmchen steht seit 1680 auf dem Kloster und hält allen Witterungen stand. Bis jetzt. Die Sanierung läuft auf Hochtouren.

Werne

von Leandra Stampoulis

, 07.08.2018
Sanierungsarbeiten am Dachreiter des Kapuzinerklosters

Das Türmchen am Kapuzinerkloster in Werne wird renoviert. © Andrea Wellerdiek

Es ist nicht allzu riesig. Das kleine Türmchen auf dem Kapuzinerkloster ist eingerüstet. Kapuziner haben an ihren Kirchen und Klöstern keinen richtigen Glockenturm, das würde dem Armutsgelöbnis widersprechen, so heißt es in Auszügen der Chroniken des Klosters.

Es nennt sich Dachreiter, also ein verkleinertes Türmchen. Zurzeit ist es eingerüstet, da der Bleimantel angegriffen ist und viel Wasser eingedrungen war.

Für die Arbeiten am Kloster lieh man sich für sechs Wochen ein Gerüst. Mit den Aufbau-, Abbau- und Leihgebühren beruhen die Kosten schon auf ungefähr 30.000 Euro. Gregor Zumholz, Vorsitzender des Freundeskreises des Kapuzinerklosters, schätzt die Kosten auf einen hohen fünfstelligen Betrag nah der 100.000er Marke ein.

Spenden auf verschiedenen Wegen

Auf dem Plätzerfest am 29. Juni sammelten die Veranstalter fleißig Spenden. Auch im Laufe des Jahres geht das Sammeln auf verschiedenen Veranstaltungen, wie etwa dem Oktoberfest vom 7. bis zum 9. September, weiter. Der Freundeskreis des Kapuzinerklosters sucht immer noch Spender. Auf der Homepage ist die Bankverbindung zu finden.

Ein Türmchen mit Geschichte

Das sind nicht die ersten Erneuerungen an dem Dachreiter. Der Turm steht schon seit 1680. Damals gab es bei der Errichtung viele Probleme. Der damalige Chronist Guardian P. Paschalis von Doesburg schrieb, dass zum einen die ungünstigen Wetterbedingungen und die begrenzte Anwesenheit des Zimmermanns den Bau erschwerten, außerdem fehlte noch Holz.

Er berichtet davon, dass viele Wohltäter und Bauern aus der Umgebung kamen um zu helfen. Auch die Brüder des Klosters halfen mit, dadurch konnten sie größere Kosten für die Bauarbeiten vermeiden.

Letzte große Erneuerung vor 55 Jahren

Immer wieder gab es kleinere Arbeiten. In den Chroniken des Klosters steht, dass 1963 eine komplette Erneuerung des Turms anstand. Da 1680 bei der Errichtung auch Soldaten mitgeholfen hatten, wollte 1963 auch die Bundeswehr mithelfen.

Der Dachreiter war aber zu schwer für einen Hubschrauber, somit musste ein Kran kommen. Dieser hob die Hauptstreben, die 12 bis 14 Zentner und alle Teile der Holzkonstruktion, die nochmals acht Tonnen gewogen haben, in die Luft.

Im Moment ist die Glocke still

Während der Bauarbeiten an dem Türmchen läutet die Glocke nicht. Es sei ansonsten für die Bauarbeiter zu gefährlich, so Zumholz. Wenn die Glocke wieder läutet, sind die Sanierungsarbeiten beendet. Die dauern aber noch ungefähr drei Wochen an.

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