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Sim-Jü steigt in diesem Jahr erstmals mit einem neuen Sicherheitskonzept

Sim-Jü Werne

Der Zeltaufbau hat begonnen, schon bald steht das erste Fahrgeschäft. Vom 27. bis 30. Oktober verwandelt sich die Stadt zur Kirmes. Dieses Mal gilt ein neues Sicherheitskonzept für Sim-Jü.

Werne

, 16.10.2018
Sim-Jü steigt in diesem Jahr erstmals mit einem neuen Sicherheitskonzept

Das Fahrgeschäft Piratenfluss nimmt die größte Fläche ein. Der Aufbau beginnt bereits am Donnerstag, 18. Oktober. Fünf Tage dauert es, bis das Fahrgeschäft aufgestellt ist. © Veranstalter

Sim-Jü ist nicht nur die größte Kirmes im Münsterland, sondern auch sehr familienfreundlich. Das soll so bleiben. Deshalb gilt ab diesem Jahr ein neues Sicherheitskonzept. Die Verantwortlichen stellten es am Dienstagmorgen, 16. Oktober 2018, vor. Es beinhaltet ein Alkoholverbot.

„Es geht nicht darum, dass man Getränke an den Ständen verbietet. Das Mitbringen von alkoholischen Getränken ist aber verboten“, erklärt Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne. Mit dem neuen Sicherheitskonzept habe man nun eine rechtliche Handhabe, um Personen im Verdachtsfall kontrollieren zu dürfen.

Flasche leeren oder Gelände verlassen

Damit möchten die Verantwortlichen vor allem auf die Situation vor dem Festzelt Am Hagen reagieren. Hier habe man in der Vergangenheit beobachtet, dass sich dort viele Besucher aufhalten, die mitgebrachten Alkohol trinken.

Der Durchgang zum Zelt sei am Autoscooter sehr eng geworden, erklärt Mertens. In diesem Bereich käme es verstärkt zum Konsum von mitgebrachten alkoholischen Getränken. Genau das möchten die Verantwortlichen mit dem neuen Sicherheitskonzept unterbinden. Und damit ist auch klar: Wer erwischt wird, muss den Alkohol wegkippen oder das Kirmesgelände verlassen.

Sim-Jü steigt in diesem Jahr erstmals mit einem neuen Sicherheitskonzept

Stellten das neue Sicherheitskonzept und die Attraktionen zur Sim-Jü vor (v.l.): Bürgermeister Lothar Christ, Stephanie Viefhues, Alina Mertens, Rainer Schulz, David Ruschenbaum und Jürgen Menke. © Andrea Wellerdiek

„Wir möchten mögliche Gefährdungspotenziale so gering wie möglich halten“, sagt Mertens. Generell sei es an vereinzelten Orten und Zeiten problematisch, während die gesamte Kirmes doch eher immer ruhig verläuft, so die Ordnungsamtsleiterin. Das sieht auch Rainer Schulz, Ehrenmitglied im Schaustellerverband Münsterland, so. „Im Vergleich zu Kirmessen in Soest, Crange, Sterkrade oder dem Oktoberfest in München ist Sim-Jü in Werne ein mittlerer Kindergeburtstag“, sagt das Kirmes-Urgestein.

Zwei Schausteller fehlen in diesem Jahr

Regeln muss es dennoch geben. Deshalb gibt es in diesem Jahr auch am Partnerschaftszelt verstärkte Einlasskontrollen. Maximal 200 Personen dürfen gleichzeitig hinein. So kann es zu einem Einlass-Stopp kommen.

„Damit sind einige vielleicht nicht mit einverstanden. Aber die Sicherheit unserer Besucher ist uns wichtiger“, sagt Bürgermeister Lothar Christ. Die Verantwortlichen haben sich zusätzlich darauf geeinigt, ein Glaspfand einzuführen. Im Partnerschaftszelt soll weiterhin der kulturelle Austausch im Vordergrund stehen. Dieses Mal sind mit Kyritz, Walcz und Poggibonsi Delegationen aus drei Partnerstädten vertreten.

Bekannte Gesichter sehen die Besucher auch wieder an vielen Fahrgeschäften und Buden. Die Schausteller halten Werne die Treue. „Dass wir so eine familienfreundliche Kirmes haben - dazu tragen auch die Schausteller bei“, sagt Bürgermeister Lothar Christ.

Zwei von ihnen werden fehlen. Den verstorbenen Schaustellern Fritz Petter und Willi Krenz werden die Werner ein gebührendes Andenken bereiten. Fritz Petter wäre in diesem Jahr zum 69. Mal mit seinem Autoscooter nach Werne gekommen. Willi Krenz war seit mehr als 40 Jahren mit Kinder-Fahrgeschäften auf der Sim-Jü vertreten.

Aufbau des ersten Fahrgeschäfts beginnt

In diesem Jahr gibt es 15 große Fahr- und Belustigungsgeschäfte. 11 Kinderfahrgeschäfte stehen für die kleinen Besucher bereit. Während die Betreiber ihre Zelte seit Anfang dieser Woche aufrichten, beginnt ab Donnerstag der Aufbau des ersten Fahrgeschäfts.

Die Wildwasserbahn „Piraten-Fluss“, die zum ersten Mal bei der größten Kirmes im Münsterland gastiert, ist die Attraktion, die die größte Fläche benötigt. Und fünf Tage Aufbauzeit. Neben der Wildwasserbahn, die auf dem Parkplatz Am Hagen bei den Besuchern für nasse Füße sorgen kann, feiern die Fahrgeschäfte „Apollo 13“ und „Mr. Gravity“ auf Sim-Jü Premiere. Der fliegende Teppich „1001 Nacht“ dreht sich erstmals auf einer Höhe von 27 Metern.

Sim-Jü 2018 beginnt traditionell am Samstag, 27. Oktober, um 14 Uhr mit dem Hissen der Freifahne auf dem Marktplatz durch Bürgermeister Lothar Christ. Nach dem Brillant-Feuerwerk, das am Montag, 29. Oktober, um 21 Uhr, steigt, endet die Kirmes am Dienstag, 30. Oktober, mit dem Kram- und Viehmarkt (Beginn 8 Uhr).

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