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Telefonbetrug nimmt zu, Gewalttaten gehen zurück

Polizei-Zwischenbericht

Weniger Gewalttaten, dafür mehr Betrügereien: Stephanie Müller, neue Wachleiterin in Werne, gibt einen aktuellen Zwischenstand der Polizeiarbeit in Werne.

Werne

, 09.11.2018
Telefonbetrug nimmt zu, Gewalttaten gehen zurück

Stephanie Müller ist seit Anfang 2018 neue Wachleiterin in Werne. Sie sieht, dass gerade die Fälle von Telefonbetrügereien zunehmen. © Jörg Heckenkamp (A)

„Werne ist keine Insel der Glückseligkeit. Aber wir sind insgesamt gut aufgestellt“, sagt Polizeihauptkommissarin Stephanie Müller bei dem Blick auf die aktuellste Statistik, die Zahlen aus dem Jahr 2017. Erfreulich sind dabei die Rückgänge der Gewaltkriminalität. Knapp 13 Prozent weniger Fallzahlen verzeichnete die Dienststelle, die sowohl für Werne als auch für Selm zuständig ist, also etwa bei gefährlicher Körperverletzung.

Die Zahlen der Raubüberfälle habe sich dabei allerdings verdoppelt. „Da hatten wir aber in Anführungszeichen ‚nur‘ vier Raubüberfalle, was ja schon eine geringe Zahl ist“, erklärt Müller. Auch die Zahl der gelungenen Wohnungseinbrüche geht nach unten. Die Zahl der Versuche, in Häuser oder Wohnungen einzubrechen, bleibt hingegen hoch.

Betrügereien werden häufiger angezeigt

Ein immer größeres Thema werden Betrugsfälle. „Vor allem die Telefonanrufe steigen, mit denen man versucht, ältere Menschen zu täuschen“, erzählt Stephanie Müller, die seit Anfang 2018 die Wache in Werne leitet. Das würde aber auch daran liegen, dass die Bürger solche Vorfälle verstärkt anzeigen. Dabei hilft laut Müller die gute Aufklärungsarbeit, die etwa Banken, die Presse oder Beamte vor Ort leisten.

„Die Menschen sind besser über diese Betrügereien informiert. Sie sind sensibilisiert für dieses Thema“, sagt Müller. Dennoch fallen einige Bürger auf die oft perfide Masche der Kriminellen rein. „Die Kriminellen können den Anruf so manipulieren, dass im Display die Nummer 110 steht. Wenn die Polizei anrufen würde, würde dort nie diese Nummer stehen“, erklärt Müller.

Sim-Jü war ruhig, der Rosenmontag nicht

Mit gemischten Gefühlen blickt die Werner Wachleiterin auf vergangene herausragende Ereignisse zurück. Während Sim-Jü positiv lief, gab es Ausschreitungen mit Körperverletzungen an Rosenmontag. „Ich möchte das nicht überbewerten. Überall dort, wo Alkohol getrunken wird, kann es Probleme geben. Wir werden uns auf den kommenden Rosenmontag gut vorbereiten, sodass alles reibungslos läuft“, so Müller.

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