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Telefone der Feuerwehr und Polizei im Kreis Unna klingelten heiß beim Sirenentest

Sirenentest

Die Leitungen von Feuerwehr und Polizei sind am Donnerstagmorgen heiß gelaufen. Die Ursache: der landesweite Sirenentest und Anrufer, die aus Neugierde die Leitungen blockierten.

Werne

, 06.09.2018
Telefone der Feuerwehr und Polizei im Kreis Unna klingelten heiß beim Sirenentest

Die Sirene auf der Sparkasse in der Werner Innenstadt zog beim Sirenentest alle Blicke auf sich. © Mario Bartlewski

Es ist lebhaft am Donnerstagmorgen rund um den Werner Markt: Ein LKW parkt vor dem Lebensmittelgeschäft Overmann. Ein sanftes Piepen ertönt, als die Paletten zusammen mit der geöffneten Heckklappe herunterfahren. Fußgänger schlendern durch die Innenstadt, schieben ihre Fahrräder neben sich her und unterhalten sich. Eine Klanglandschaft des Alltags ist zu vernehmen. Doch wenige Sekunden nachdem die Kirchenuhr um 10 Uhr läutet, wird aus Alltag etwas Besonderes.

Drei Minuten, die für Irritationen in der Fußgängerzone sorgen. Aus Richtung der Sparkasse ist eine Alarmsirene zu hören, die laut ertönt. Zunächst mit einem schrillen Dauerton, dann mit einem wellenförmig verlaufenden Heulton. Einige der Fußgänger drehen sich um, schauen in Richtung der Sparkasse, um das Geräusch zu deuten, während andere Fußgänger den Austausch zu anderen Passanten suchen, um sich zu erkundigen, was hier gerade vorgeht.

Dabei handelte es sich um einen landesweiten Sirenentest, um ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie die Alarmsirenen im Falle von Katastrophen wie Großbränden oder Überflutungen klingen und was zu tun ist. Gewusst haben das allerdings nicht alle. „Als es losging, haben die Telefone dauerhaft geklingelt“, sagt Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna. Über Twitter hat der Kreis auf Aufforderung der Leitstelle sogar extra darum gebeten, die Notrufnummer 112 nicht zu blockieren.

Anrufe bei der 112 aus Neugier

„Die meisten Leute haben aus reiner Neugier angerufen, nicht wegen eines Notfalls. Dafür ist die 112 nicht gedacht“, so Rauert weiter. Gerechnet habe man im Vorfeld aber trotzdem mit Anrufern. Zwei Mitarbeiter waren zusätzlich an den Telefonen der Leitstelle, um sich um Alarmsirenen-Anrufer zu kümmern.

Auch bei der Leitstelle der Polizei im Kreis Unna haben sich etwa sechs bis sieben Leute gemeldet. „Durch die vielen Ankündigungen wundert es mich, dass überhaupt jemand angerufen hat“, so Polizeisprecher Thomas Röwekamp.

Bei der Stadt Werne zeigt man sich mit dem Sirenentest trotzdem zufrieden. Bis auf eine Sirene, die manuell hätte ausgelöst werden müssen, hätten alle Sirenen in der Stadt zeitgleich getönt, so Werner Kneip vom Ordnungsamt. Selber hätte er den Test auf dem Dach der Stadtverwaltung miterlebt, in den Außenbereichen hätten Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr darauf geachtet, dass alles funktioniert.

Zwei Beschwerden über zu leise Sirenen

Doch zwei Mängel über den Mängelmelder der Stadt gab es dann doch noch: hier soll die Sirene nicht gut genug hörbar gewesen sein. Welche Sirenen das betrifft, konnte Kneip nicht sagen. Doch den Meldungen werde nachgegangen, sodass diese beim nächsten landesweiten Test in einem Jahr nicht mehr auftauchen sollen.

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