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Verlobung endete mit Schlägerei auf dem Schützenfest

Berufungsprozess

Vor drei Jahren hat eine Gruppe gewalttätiger Männer das Festzelt des Schützenvereins Werne gestürmt. Seit Donnerstag beschäftigt der Fall noch einmal die Justiz. Vor dem Dortmunder Landgericht geht es um das Schicksal eines Jungunternehmers (30). Er war für die Tat in erster Instanz verurteilt worden, behauptet im Berufungsprozess jedoch: „Ich war nicht dabei.“

WERNE/DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 26.08.2010

Der Abend hatte eigentlich ganz romantisch begonnen. Der Angeklagte war mit seiner Verlobten auf „Schloss Nordkirchen“ – Probe-Essen für die anstehende Hochzeit. Nach Festmahl und Rotwein stieg das Paar in ein Taxi, wollte noch irgendwo feiern. So landete man schließlich am Festplatz in Werne. Dort ging dann alles ganz schnell. Der Angeklagte hatte das Taxi noch gar nicht verlassen, da gab es schon Streit mit anderen Schützenfest-Besuchern. Ein Wort gab das andere, dann flogen die Fäuste. Der Angeklagte schlug und trat um sich, wurde dann vom Sicherheitsdienst zu Boden gebracht. Anschließend übernahm die Polizei, brachte den heute 30-Jährigen zur Wache. Was danach passierte, ist umstritten.

  Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte noch einmal zum Festzelt zurückgekehrt ist. Mit dabei: eine Handvoll Freunde und eine Eisenstange. Im Zelt soll der Angeklagte dann auf den Mann gezeigt haben, mit dem er schon vorher gerungen hatte. „Ich will nur den!“ So oder so ähnlich soll er sich damals geäußert haben. Vor dem Amtsgericht Lünen war er schon im Juni 2009 zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Doch dagegen hatte er am Dortmunder Landgericht Berufung eingelegt. Begründung: alles Intrige. Nachdem ihn sieben Zeugen jedoch eindeutig identifiziert hatten, zog er seine Berufung zurück und akzeptierte die 15-montaige Bewährungsstrafe. Seine Verlobte hat ihn übrigens trotz des Ausrasters geheiratet.

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