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Villa Suplie bleibt mit Dieter G. Gerdes kulinarische Hochburg

WERNE Feinschmecker können sich freuen. Die Villa Suplie bleibt weiter eine Adresse für gute Küche. Nach dem Weggang von Spitzenkoch Dirk Grammon, steht bald ein besonderer Meister der Kochkunst am Herd: der vielfach ausgzeichnete Dieter G. Gerdes.

von Von Rudolf Zicke

, 08.01.2009

Trotz des Weggangs von Spitzenkoch Dirk Grammon zum Jahreswechsel bleibt die Villa Suplie eine kulinarische Hochburg. Dafür dürfte der neue Betreiber sorgen: Der ebenfalls vielfach für seine Kochkunst ausgezeichnete Dieter G. Gerdes. Diesen Namen offenbarte am Mittwoch der Eigner des Vier-Sterne-Hauses, Dr. Jörg Suplie. Er sei hoch erfreut, einen solch renommierten und bekannten Betreiber gefunden zu haben, erklärte Suplie. Immerhin habe Gerdes bereits für Helmut Kohl, Michail Gorbatschow, George Bush sen. und viele andere Promis aus Politik und Gesellschaft gekocht.

Dabei hat Gerdes das, was sich sein Vorgänger Grammon noch wünscht, bereits erreicht: Er erwarb sich mit seinen Kochkünsten einen Michelin-Stern. Dazu gesellen sich unter anderem 17 Punkte im Gault Millau und vier Punkte im Feinschmecker. Eine Veränderung wird es im kulinarischen Angebot der Villa Suplie mit dem neuen Patron und Küchenchef geben. „Es muss nicht alles französisch sein“, meint Dr. Jörg Suplie; deshalb koche Dieter Gerdes deutlich bodenständiger als Grammon, er bevorzuge die westfälische Regional- und eine feine Genießerküche.

Dieter Gerdes, im Übrigen verheiratet mit der früheren CDU-Ratsfrau Sabine Götz, wurde im ostfriesischen Aurich geboren, absolvierte eine umfassende Ausbildung zum Koch sowie zum Restaurant- und Hotelfachmann. Er sei, ergänzt Dr. Suplie u. a. Kolumnist für Kulinarisches, Fernsehkoch und kulinarischer Leiter der Weltbanktagung 1988 in Berlin gewesen. „Damit gebe ich die Villa in beste Hände“, ist sich Suplie sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Doch bis zur Eröffnung von Hotel und Restaurant im Februar gibt´s noch viel zu tun. „Die Einrichtung sowohl in den Hotelzimmern als auch im Restaurantbetrieb wurde nicht besonders gepflegt“, deutet Suplie leise Kritik an den Gerdes-Vorgänger an. Darum haben voraussichtlich bis Ende Januar die Handwerker mit Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten alle Hände voll zu tun.

Zudem wird umgebaut: Als Ergänzung zum reinen Nichtraucherrestaurant im Erdgeschoss wird in der ersten Etage ein separates Restaurant für die Liebhaber des blauen Dunstes geschaffen. „Wir schicken niemanden nach einem genussvollen Menü vor die Tür, um eine Zigarette oder gar eine gute Zigarre genießen zu können“, kündigt Suplie an. Und schließlich möchte Dieter Gerdes bis Februar sein Personal für den Service- und Küchenbereich komplettieren – am liebsten mit Kräften aus Werne oder der Region. „Dieter Gerdes kommt aus dem Land der Leuchttürme und möchte nun einen kulinarischen Leuchtturm in Werne installieren und etablieren“, freut sich Dr. Jörg Suplie auf eine gute Zusammenarbeit. 

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