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Weihnachtspost im Rathaus: Modern und auch persönlich

WERNE Manchmal drückte es schon ein wenig zwischen Daumen und Zeigefinger, doch nun ist´s geschafft: Genau 242 Mal hat Bürgermeister Rainer Tappe in der Adventszeit handschriftlich seinen Namen unter Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche gesetzt. Gußkarten trafen aber auch von weit entfernt im Rathaus ein.

von Von Rudi Zicke

, 23.12.2007
Weihnachtspost im Rathaus: Modern und auch persönlich

Bürgermeister-Sekretärin Ute Kirscht mit einer kleinen Auswahl von Weihnachts- und Neujahrsgrußkarten, die in diesem Jahr im Stadthaus eingetroffen sind.

"Um keine wunden Finger zu bekommen, hat der Chef die Karten in mehreren Schichten unterschrieben", schmunzelt Bürgermeister-Sekretärin Ute Kirscht. Adressaten der Grußkarten sind die Freunde in den Partnerstädten, die Protagonisten der verschiedenen Patenschaften und "besondere Ansprechpartner" zum Beispiel in den wichtigsten Unternehmen der Lippestadt.

Aber, und dies zeigt die Wertschätzung des Bürgermeisters für seine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Auch alle 192 Pensionäre der Verwaltung erhalten eine Grußkarte, die Rainer Tappe persönlich unterzeichnet hat.

"Die Pensionäre freuen sich darüber riesig", weiß Ute Kirscht, "viele von ihnen schicken ihrerseits dem Bürgermeister ein Kärtchen, rufen an, um eine frohes neues Jahr zu wünschen, oder kommen sogar persönlich vorbei."

Moderne Kommunikation per Email

Viel einfacher hat´s der Verwaltungschef mit dem aktuellen Personal. Außer dem persönlichen "Frohe Weihnachten" beim Zusammentreffen auf dem Flur oder im Büro nutzt er die moderne Kommunikationstechnologie. "Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schickt er Grüße per E-Mail", so Ute Kirscht, das werde bereits seit dem Jahr 2002 so praktiziert.

Erstmals in diesem Jahr erhalten auch Landrat Makiolla und etwa 20 Bürgermeister-Kollegen elektronische Weihnachtspost. Er glaube, so Kirscht, dass die anderen Verwaltungsleiter dies nicht als unhöflich betrachten, sondern angesichts der überall angespannten Finanzlage Verständnis zeigen. Schließlich spare die Stadt beim E-Mail-Versand gegenüber der Papier-Post so manchen Euro. "Angemailt" werden außerdem Ratsmitglieder, Schulen und etwa 20 Firmen.

In Schränken fündig geworden

Apropos Sparsamkeit: In diesem Jahr hat Ute Kirscht erstmals keine neuen Grußkarten gekauft, sondern die Schränke durchforstet - und ist fündig geworden. Sie hat dort eine ganze Menge "Altbestände" entdeckt, die nun verschickt worden sind. "Natürlich versenden wir nicht nur Grüße, wir erhalten auch eine ganze Reihe", berichtet Kirscht. In diesem Jahr hat sie rund 300 Karten gezählt: "Von den Schulen haben wir sehr schöne, überwiegend selbst gebastelte Karten erhalten".

Außergewöhnlich ist sicher auch die Karte von Tappes Vorgänger Meinhard Wichmann: Der Alt-Bürgermeister und begeisterte Hobby-Fotograf hat seine guten Wünsche mit einem Foto aus der Lübecker Marienkirche ausgerichtet.

Karte aus Amerika

Und schließlich ist da noch eine Briefkarte, über die sich Rainer Tappe ganz besonders gefreut hat. Adresse: Waverly in Amerika, Absender: Mr. & Mrs. Howard Adler. Es handelt sich um Grüße von Hanna Adler, geborene Heimann. Sie ist eine aus Werne geflüchtete Überlebende des Holocaust. Sie hält schon seit Jahren Kontakt zu ihrer Geburtsstadt und bringt nun ihre Freude zum Ausdruck, dass Bürgermeister Tappe im vergangenen August auch ihre Schwester Ruth Oppenheim und deren Familie bei ihrem Besuch kennen gelernt hat.

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