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Wernes Stadtmuseum bekommt ein dichtes Dach

Sanierungsarbeiten

Die Sanierung des Werner Stadtmuseums hat begonnen. Das Dach ist undicht - vor allem bei Sturm hebt der Wind die Dachziegel an, sodass Regenwasser ungehindert ins Gebälk gelangt. Die Schutzfolien, die das eigentlich verhindern sollen, sind mehrfach gerissen. In vier Wochen soll das Problem behoben sein.

WERNE

, 12.09.2017

Die Feuchtigkeit ist eine Bedrohung für die Holzböden – und die Ausstellungen, wie die ehemalige Museums-Chefin Heidelore Fertig-Möller auf Anfrage unserer Redaktion erklärt: „Das Problem ist schon länger bekannt. Wegen der Nässegefahr haben wir in den vergangenen Jahren im Dachgeschoss keine Ausstellungen mit Fremd-Exponaten gezeigt.“

Bereits im Oktober 2016 hatte der Kommunalbetrieb Werne (KBW) angekündigt, 150.000 Euro für die Sanierung beim Städtebauförderprogramm zu beantragen. Damals ging man allerdings noch von einer kompletten Neueindeckung aus – im Februar 2017 wurde hingegen klar, dass eine Abdichtung mit Strohdocken ausreicht. Arbeitszeit: vier Wochen.

Reduzierung der Kosten auf 70.000 Euro

Dies sowie „ein gutes Ergebnis bei der Ausschreibung“ haben laut Björn Rother, seit dem 1. Juli zuständiger technischer Mitarbeiter beim KBW, zu einer Reduzierung der Kosten auf 70.000 Euro geführt. Entsprechend müsste Werne also weniger Fördergelder abrufen als beantragt – ob der Rest anderweitig für den Denkmalschutz verwendet werden kann, prüft die Stadt derzeit. Die Aufteilung bleibt in jedem Fall unverändert: 70 Prozent zahlt das Land, den Rest die Stadt.

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Und: „Das Museum kann während der Bauarbeiten geöffnet bleiben“, so Rother. Lediglich zwei bis drei Tage, wenn die Arbeiten unmittelbar über dem Haupteingang stattfinden, könnte eine Schließung notwendig sein. Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer – noch bis Januar in Elternzeit  – war von mehreren Wochen ausgegangen.

Raum der Interaktion und der Diskussion

Zu diesem Zweck hatte sie bereits ein Projekt angestoßen, das die Kunstwerke aus dem Museum in leer stehenden Ladenlokale bringen sollte. Eine Idee, die später in das grundsätzliche Konzept der Museumsleiterin, die Einrichtung als Raum der Interaktion und der Diskussion an die Menschen in Werne heranzutragen, eingeflossen ist. Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt diese Idee mit 133.000 Euro für zwei Jahre. Auch wenn das Museum nun nicht schließen muss, soll das Projekt weitergeführt werden.   

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