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Zeitzeuge: "Da kamen mir die Tränen in die Augen"

Pogromnacht in Werne

76 Jahre nach der Pogromnacht gibt es kaum noch Zeitzeugen, die die Verbrechen gegen die jüdischen Mitbürger mit eigenen Augen gesehen haben. Willi Breer (91) ist einer der wenigen. Er damals 15. Im Audio erzählt er, wie Werner Bürger und auswärtige Nazis die Synagoge an der Marktpassage in Werne anzündeten.

WERNE

, 08.11.2014
Zeitzeuge: "Da kamen mir die Tränen in die Augen"

Willi Breer am Eingang der Markgasse. Links hinter ihm, wo heute die gaststätte Fränzer ist, befand sich einst die Synagoge.

Zufällig ist der damalige Landwirtschaftsschüler aus der Bauerschaft Langern am Morgen des 10. November 1938 in der Innenstadt, als er verwundert Brandgeruch wahrnimmt. Statt zu seinem eigentlichen Ziel, der Apotheke auf dem Marktplatz, geht er neugierig in die Marktpassage. Was er dort und später auf der Bonenstraße sieht, hat ihn  so entsetzt, dass ihm noch als alter Mann die Tränen in die Augen steigen. Im Audio erzählt Willi Breer selbst.  

Die Pogromnacht
In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es in ganz  Deutschland zu Ausschreitungen gegenüber Synagogen, jüdischen Geschäften und jüdischen Bürgern. Dieser Tag wird als offizielles Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit gesehen. Rund 400 Menschen starben an diesen Tagen, über 1400 Synagogen wurden zerstört. Vorangegangen war ein Hetzrede vom Propagandaminister Josef Goebbels.

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