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Werner Altegoer verstarb am Mittwoch im Alter von 77 Jahren

Anwalt für die Kleinen

Nach dem ersten Abstieg des VfL Bochum in die 2. Bundesliga ließ er sich zum Präsidenten des Vereins wählen. Unter seiner Amtsführung erlebte der VfL aber auch mit zwei UEFA-Cup-Teilnahmen seine erfolgreichsten Zeiten in der Bundesliga. Jetzt trauert der Verein um Werner Altegoer, der am Mittwoch im Alter von 77 Jahren verstarb.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 10.01.2013
Werner Altegoer verstarb am Mittwoch im Alter von 77 Jahren

Werner Altegoer, langjähriger Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Bochum, verstarb am Mittwoch.

Der in Bochum geborene Unternehmer begann beim VfL Bochum als Spieler in den Jugendmannschaften, beendete seine aktive Zeit auf den Sportplätzen jedoch, als er seine berufliche Ausbildung begann. Der Absolvent der Bochumer Kaufmannsschule kam über die Stationen des Kohlenkontors „Constantin der Große“ und die Stinnes AG zur Paul Roskothen KG, die er im Jahr 1964 übernahm und von einem regionalen Unternehmen zu einer Firmengruppe mit internationalen Kontakten ausbaute.

Werner Altegoers wirtschaftliche Kraft sicherte dem VfL Bochum in schwierigen Phasen, von denen es einige im Lauf der vergangenen Jahrzehnte gab, immer wieder die Existenz im Bundesligafußball. Unter seiner Führung bekam der Klub von der Castroper Straße professionelle Strukturen. Als der Verein einen hauptamtlichen Vorstand bekam, rückte der Unternehmer an die Spitze des Aufsichtsrates. Nach einer verweigerten Entlastung für das Gremium durch die Mitglieder, die der Vereinsführung einen Denkzettel verpassen wollten, trat er bei der Jahreshauptversammlung im Herbst 2010 zurück, blieb aber bis zur Wahl seines Nachfolgers Ernst-Otto Stüber kommissarisch im Amt. Ein Jahr später würdigten die Mitglieder des VfL Bochum sein Werk, als er unter großem Applaus zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt wurde.

Der Ehrenringträger der Stadt setzte sich nicht nur für seinen VfL ein, er stritt auch unermüdlich für die Interessen der kleinen Vereine in der Deutschen Fußball-Liga. Besonders, wenn es darum ging, den Branchenführern wie dem FC Bayern München im Kampf um eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder die Stirn zu bieten, war Altegoer zur Stelle und seine Meinung immer wieder gefragt. „Der VfL verliert eine starke Persönlichkeit und trauert um einen echten Bochumer Jungen mit blau-weißem Herz“, ließ der Verein in einer ersten Mitteilung am Mittwochnachmittag verlauten. Werner Altegoer hinterlässt seine Ehefrau Ursula und seine beiden Kinder Kerstin und Thomas. „Mit seinem Engagement für den VfL Bochum hat Werner Altegoer über Jahrzehnte auch entscheidend zum guten Ruf Bochums als Sportstadt beigetragen. Er war in der Bundesligaszene und darüber hinaus hoch anerkannt und kompetent und der Stadt – und besonders dem Sport – stets ein guter und verlässlicher Partner“, erklärte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.