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WestLB-Eigentümer wollen Mehrheit an Bank abgeben

DÜSSELDORF Die derzeitigen Eigentümer der angeschlagenen WestLB haben sich bereiterklärt, im Zuge des Umbaus der Bank ihre Mehrheitsanteile abzugeben.

WestLB-Eigentümer wollen Mehrheit an Bank abgeben

Das Logo der Westdeutschen Landesbank (WestLB).

Wie das „Handelsblatt“ am Freitag berichtete, bereiten die Mehrheitseigentümer ihren Rückzug vor. Sie hätten sich einstimmig dafür ausgesprochen, ihre Mehrheit abzugeben, schrieb das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur dpa in Bankenkreisen bestätigt.

An diesem Freitag muss bei den Wettbewerbshütern in Brüssel der Sanierungsplan der Bank vorgelegt werden. Damit endet eine Sechs- Monats-Frist, nachdem die Eigentümer die WestLB von milliardenschweren Risiken entlastet hatten. Die Bank war durch die Finanzkrise und Fehlspekulationen im Aktienhandel in eine Schieflage geraten. Im Namen der Bank wird die Bundesregierung der EU-Kommission einen Umbauplan vorlegen werde, der drastische Einschnitte in das Geschäftsmodell vorsieht, berichtete das „Handelsblatt“ weiter.

Die Großbank befindet sich im Besitz der Sparkassenverbände im Rheinland und Westfalen-Lippe, die jeweils knapp 25,2 Prozent halten. Das Land Nordrhein-Westfalen kommt direkt und indirekt über die NRW.Bank auf einen Anteil von 38 Prozent. Die restlichen Anteilen teilen sich die beiden Landschaftsverbände im Rheinland und in Westfalen.

Ende Juli hatte der Aufsichtsrat der WestLB dem Konzept zur Neuausrichtung der Bank zugestimmt. Eckpunkte sind unter anderem eine deutliche Straffung des Geschäftsmodells, der Ausbau des Verbundgeschäftes mit den Sparkassen sowie ein deutlicher Abbau von Risikoaktiva. Der EU-Kommission wurde zudem eine Veränderung der Eigentümerstruktur signalisiert. Dabei strebt die Bank eine Lösung im Rahmen der Konsolidierung der Landesbankenlandschaft in Deutschland als die bevorzugte Lösung an. Aber auch der Einstieg von eines privaten Investors gilt als nicht ausgeschlossen.

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