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WestLB-Verkauf vom Tisch?

DÜSSELDORF Die Landesregierung hat offenbar Abstand von den Plänen zum Verkauf ihres WestLB-Anteils genommen. „Ich sehe den nicht“, sagte Finanzminister Helmut Linssen (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf nach einer Sitzung des Finanzausschusses auf die Frage eines Journalisten nach dem WestLB-Verkauf.

WestLB-Verkauf vom Tisch?

Offenbar will die Landesregierung ihren WestLB-Anteil doch nicht verkaufen.

Seit Monaten hatten die Anteilseigner über einen Verkauf der krisengeschüttelten Bank gestritten. Das Land Nordrhein-Westfalen hält 38 Prozent an der WestLB.

Kein Wort zu Verkaufsplänen

In einer Regierungserklärung vor dem Landtag äußerte sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Mittwoch nicht mehr zu den Verkaufsplänen. Der Regierungschef hob die Verantwortung des Landes für die Bank hervor. „Es ist völlig klar, dass die Mitarbeiter der WestLB, die Bürger des Landes und der Finanzplatz Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt stehen“, sagte Rüttgers.

Zuvor hatte der neue WestLB-Vorstandschef Alexander Stuhlmann die Besitzer der Bank zu einer gemeinsamen Positionierung für die Zukunft des Unternehmens aufgefordert. „Eine rasche Position der Anteilseigner wäre gut, um die Verunsicherung bei Mitarbeitern und Kunden der Bank zu verkürzen“, sagte Stuhlmann vor dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags. Ein „Weiter so“ werde es mit ihm bei der WestLB nicht geben. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der krisengeschüttelten Bank sagte Stuhlmann, die WestLB sei „stark genug, um Belastungen zu schultern“. Das Unternehmen verfüge über eine „zufriedenstellende Liquiditätsausstattung“.

Prüfbericht

Am Montag hatte der WestLB-Aufsichtsrat einen KPMG-Prüfbericht im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu den Vorfällen im Eigenhandel der Bank diskutiert. „Die bisherigen Erkenntnisse zu den Mängeln bei der WestLB haben sich dabei bestätigt“, sagte Finanzminister Linssen. Über mögliche weitere personelle Konsequenzen bei der Bank wolle das Aufsichtsgremium erst dann entscheiden, wenn eine Stellungnahme der BaFin zum KPMG-Bericht vorliege.

Die WestLB hatte am Montag ihre Gewinnprognose 2007 wegen der erheblichen Kursverluste bei strukturierten Wertpapieren in den vergangenen Wochen korrigiert. Die Bank erwartet nun im Konzern einen Verlust vor Steuern von mindestens 100 Millionen Euro. Bisher rechnete die WestLB AG damit, 2007 ein positives Konzernergebnis vor Steuern zu erreichen.

Die WestLB war durch Fehlspekulationen im Eigenhandel in den vergangenen Monaten unter Druck geraten. Seitdem steht die WestLB im Mittelpunkt von Fusionsspekulationen im Landesbankensektor. Die an der WestLB beteiligten beiden Sparkassenverbände Westfalen-Lippe und Rheinland favorisieren einen Zusammenschluss mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

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