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Gauck als Laudator

Westfälischer Friedenspreis für Jordaniens König

MÜNSTER Jordaniens König Abdullah wird mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Die Auszeichnung soll die Lebensleistung des Monarchen als „Stabilitätsanker im krisengeschüttelten Nahen Osten“ würdigen, wie die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) als Stifter am Mittwoch bekanntgab.

Westfälischer Friedenspreis für Jordaniens König

König Abdullah II. hat die Streitkräfte im Grenzgebiet verstärkt.

Abdullah II. setze sich für ein friedliches Zusammenleben in der Region ein und öffne sein Land für Hunderttausende notleidende Flüchtlinge, begründete der WWL-Vorsitzende Reinhard Zinkann die Juryentscheidung. Der König werde den Preis am 8. Oktober in Münster entgegennehmen. Die Laudatio soll Bundespräsident Joachim Gauck halten.

Abdullah II bin al-Hussein ist seit Februar 1999 König von Jordanien. Er gilt im Unterschied zu anderen Monarchen in der Region als Stabilisator. Gleichzeitig zeigt er eine große Aufgeschlossenheit gegenüber dem Westen, wo er auch ausgebildet wurde. Als Vermittler in verschiedenen Konflikten genießt er dort wie auch in der arabischen Welt Ansehen.

Hunderttausende syrische Flüchtlinge in Jordanien

So engagiert sich Jordanien laut Auswärtigem Amt auch unter seiner Führung beharrlich für eine Fortführung des Friedensprozesses im Nahen Osten. Innenpolitisch setze sich der König für eine Modernisierung und politische Reformen ein. Nach Protesten im Zuge des arabischen Frühlings habe er seit 2011 dem gewählten Parlament schrittweise mehr Einfluss gewährt. Er behält jedoch das letzte Wort. Vor große Aufgaben stellt König Abdullah besonders der Krieg im Nachbarland Syrien: Hunderttausende Flüchtlinge bedeuten wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen für das Land.

Der älteste Sohn von König Hussein hat in England eine Militärakademie besucht und in der britischen Armee gedient. Er studierte Internationale Politik in Oxford und Washington bevor er als Berufsoffizier nach Jordanien zurückkehrte. Abdullah ist seit 1993 verheiratet mit Rania Königin von Jordanien. Sie haben vier Kinder. Nach eigener Aussage hat Abdullah eine Leidenschaft für Autos und Motorräder, taucht gern und sammelt historische Waffen.

Preisverleihung im Historischen Rathaus

Frieden ist kein Naturgesetz, sondern harte Arbeit

MÜNSTER. Zum neunten Mal ist am Samstag der Preis des Westfälischen Friedens von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe vergeben worden. Preisträger 2014 sind die International Space Station (ISS) und die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.mehr...

Der Jugendpreis, ebenso mit 50.000 Euro dotiert, geht an die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Die Organisation setzt sich seit vielen Jahren für Versöhnung ein. Kern der Verständigungsarbeit sind Freiwilligendienste in einer Vielzahl von Ländern.

Westfälische Friedenspreis

Versöhnung

 

Von dpa

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