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Westspiel-Casinos dürfen verkauft werden

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den Weg für den Verkauf der landeseigenen Spielbanken frei gemacht. Auf Vorschlag des Finanzministeriums soll die Gesellschaft Westspiel mit vier NRW-Casinos in Duisburg, Dortmund, Aachen und Bad Oeynhausen und der Spielbank in Bremen privatisiert werden. Das beschloss das Kabinett am Dienstag. Für den Verkauf ist eine europaweite Ausschreibung geplant. Die landeseigene NRW.Bank ist einzige Gesellschafterin von Westspiel.

Westspiel-Casinos dürfen verkauft werden

Ein Schild "Sorry we're closed" (Leider Geschlossen) hängt in der Eingangstür eines Geschäftes. Foto: Oliver Berg/Archiv

„Aus unserer Sicht müssen weder eine Förderbank noch der Staat am Roulettetisch sitzen“, erklärte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU). In sechs Ländern gebe es bereits erfolgreich Casinos in privater Eigentümerschaft. Entscheidend sei, „dass die Aufsicht über den Spielbetrieb engmaschig und wirksam ist“, sagte Lienenkämper. Daher solle die staatliche Aufsicht über die Casinos verstärkt werden. Die Interessen der Beschäftigten würden berücksichtigt. Auch die Spielbankabgabe bleibt erhalten.

Die rund 200 Kunstwerke im Besitz von Westspiel, darunter Werke von Andy Warhol, Günther Uecker, Otto Piene und Fernando Botero, werden nicht verkauft. Die Kunst soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mit sechs Spielbanken und einer Million Besuchern jährlich ist die Westspiel-Gruppe nach eigenen Angaben das führende Unternehmen der Branche in Deutschland. Im Jahr 2016 hatte der Casino-Betreiber im Konzern einen Verlust von 2,9 Millionen Euro verzeichnet.

Westspiel führt bisher pro Jahr durchschnittlich rund 30 Millionen Euro Abgaben nach dem Spielbankgesetz NRW an das Land ab. Davon stehen den vier Spielbank-Kommunen insgesamt rund zehn Millionen Euro zu. Die danach dem Land verbleibenden Einnahmen fließen an die Stiftung Wohlfahrtspflege. Im Haushaltsjahr 2018 sind das laut Ministerium rund 20,6 Millionen Euro.

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