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Widerstandskämpferin Lina Haag gestorben

Schwäbisch Gmünd/Ulm (dpa) Eine Zeitzeugin der NS-Verbrechen, die frühere kommunistische Widerstandskämpferin Lina Haag, ist mit 105 Jahren gestorben. Die bei Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg geborene Haag starb am 18. Juni in München, wie das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg der Ulmer KZ-Gedenkstätte am Mittwoch mitteilte.

Gemeinsam mit ihrem Mann Alfred Haag, früherer KPD-Abgeordneter, bekämpfte Haag bereits in den 1920ern den aufkeimenden Nationalsozialismus, beide verbrachten mehrere Jahre in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Lina Haag kam unter anderem ins erste deutsche Frauen-KZ in Gotteszell bei Schwäbisch Gmünd.

Ihre Erfahrungen aus Widerstand und Verfolgung verarbeitete sie den Angaben zufolge bald nach dem Zweiten Weltkrieg zu dem Buch «Eine Hand voll Staub». Es sei ein «Klassiker» der deutschen Widerstandsliteratur mit einer Gesamtauflage von fast 300 000 Exemplaren geworden, hieß es. Mit dem Dokumentationszentrum in Ulm stand sie noch bis kurz vor ihrem Tod in engem Kontakt. Haag wurde unter anderem mit dem «Dachau-Preis für Zivilcourage» ausgezeichnet.

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