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Fälle häufen sich

Wie Sie sich gegen Grippe und Infekte schützen

NRW Jedes Jahr in der Winterzeit häufen sich die Erkältungs- und Grippefälle. Wer sich nicht anstecken möchte, kann sich durch viele verschiedene Maßnahmen vor den Viren schützen.

Wie Sie sich gegen Grippe und Infekte schützen

Ab nach draußen: Bei warmen Temperaturen sollte man sich so viel wie möglich draußen in der Sonne aufhalten. Zu luftige Kleidung jedoch erhöht die Erkältungsgefahr. Foto: Silvia Marks

Erkältungen gelten in der kalten Jahreszeit oft als unvermeidlich. Doch mit umsichtigem Verhalten lassen sich viele Infekte durchaus umgehen. Die Gesundheitsexpertin Wiete Schramm vom TÜV Rheinland gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

  • Ansteckungsquellen meiden: Große Menschenmengen und enge Kontakte mit bereits Erkrankten sind gefährlich, weil Erkältungsviren per Tröpfcheninfektion durch Luft übertragen werden können.
  • So oft wie möglich Hände waschen: Erkältungserreger lauern auch auf Alltagsgegenständen wie Türklinken, Haltegriffen im Bus oder Telefonhörern. Wer sich nach dem Berühren dann mit ungewaschenen Händen ins Gesicht oder die Augen fasst, kann sich infizieren. Mehrfaches, gründliches Händewaschen mit Seife und warmen Wasser schützt davor.
  • Die Abwehrkräfte stärken: Genug Schlaf, eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie regelmäßige Bewegung können den Körper vor Erkältungen schützen. Die Schleimhäute sind widerstandsfähiger, wenn sie durch die frische Luft befeuchtet werden, außerdem stärkt die Bewegung im Freien wie Radfahren oder langes Spazierengehen das Kreislaufsystem.
  • Dem Körper Erholung gönnen: Wen doch mal eine Erkältung erwischt, sollte sich schonen. Er bleibt am besten einige Tage zu Hause, schläft ausgiebig, nimmt viel Flüssigkeit zu sich und vermeidet Stress, so gut es geht.

Welche Maßnahmen zum Schutz vor Erkältungen tatsächlich ergriffen werden, hat eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals "www.apotheken-umschau.de" gezeigt.

Spitzenreiter unter den Anti-Erkältungsaktionen ist eine Ernährung mit möglichst viel frischem Obst und Gemüse. Auf eine solche achten in Zeiten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko mehr als zwei Drittel (69,5 Prozent) der Befragten.

Heizungsluft meiden

Fast genauso viele (69,3 Prozent) versuchen trockene Heizungsluft zu vermeiden und lüften regelmäßig. In der Liste der häufigsten Schutzvorkehrungen gegen eine Infektion folgen: Besonderes Augenmerk auf warme und trockene Füße (66,7 Prozent) sowie extra häufiges und gründliches Händewaschen (56,7 Prozent).

Außerdem geht jeder Zweite (52,3 Prozent) laut eigener Aussage "möglichst" jeden Tag an der frischen Luft spazieren, auch wenn es draußen mal kalt oder nass ist. Etwa genauso viele (48,7 Prozent) versuchen, besonders viel zu schlafen und sich zu entspannen.

Mittel speziell zur Stärkung des Immunsystems setzen deutlich weniger der Befragten ein. Drei von zehn (28,9 Prozent) nehmen vorsorglich Vitamin- und Mineralstoffpräparate ein, zum Beispiel mit Vitamin C oder Zink, 12,6 Prozent vertrauen zur Vorbeugung auf entsprechende pflanzliche Arzneimittel, beispielsweise mit Echinacea (Sonnenhut).

Ansteckungsgefahr an Karneval

In den kommenden Wochen ist die Gefahr sich anzustecken vor allem an den Karnevalstagen sehr hoch. Denn luftig kostümiert und mit Alkohol im Blut laufen Karnevalisten Gefahr, sich nicht nur eine Erkältung, sondern eine echte Grippe einzufangen. Denn in dieser Kombination kühlt der Körper schnell aus.

Schlafmangel während der tollen Tage und Zigaretten können die Abwehrkraft des Immunsystems zusätzlich schwächen. Darauf weist der Lungenfacharzt Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen in Heidenheim hin.

Tröpfcheninfektion

In Menschenmengen ist die Gefahr besonders groß, sich mit Grippeviren anzustecken. In überfüllten, schlecht gelüfteten Kneipen können sich die Viren in der Atemluft anreichern und so leicht mittels Tröpfcheninfektion von einem Karnevalisten zum anderen übertragen werden.

Auch auf Türgriffen, Gläsern und Flaschen können die Erreger lauern. Barczok rät Karnevalisten deshalb, sich jetzt noch gegen die Grippe impfen zu lassen: Der Schutz ist nach etwa 10 bis 14 Tagen aufgebaut.

Mit Material von dpa

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