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Wie Urlauber von den deutschen Regionalflughäfen profitieren

Berlin. Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf: Von den großen deutschen Flughäfen heben Maschinen in alle Welt nahezu im Minutentakt ab. Doch auch an den kleineren Regionalflughäfen ist eine Menge los, nicht nur in den Sommerferien - das bringt Urlaubern viele Vorteile.

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Im Tiefflug über die Autobahn: Der Flughafen Leipzig/Halle liegt für Autofahrer ideal. Foto: Uwe Schossig/Flughafen Leipzig-Halle

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Im Flughafen Memmingen werden keine innerdeutschen Flüge mehr abgefertigt - mit Wizz Air und Pobeda geht es vor allem nach Russland und Osteuropa. Foto: Tom Engel/Flughafen Memmingen GmbH

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Die größte Airline am Flughafen Dortmund ist Wizz Air - der Billigflieger steuert viele Ziele in Osteuropa an. Foto: Airport Dortmund

In Deutschland gibt es zwischen Heringsdorf und Friedrichshafen 39 Verkehrsflughäfen – ziemlich viele für ein Land mit überschaubaren Entfernungen. Zahlreiche Regionalflughäfen mit weniger als drei Millionen Passagieren pro Jahr haben sich etabliert.

Die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sind für die Passagiere interessant: zum Beispiel Nürnberg–Thessaloniki statt München–Athen. In Memmingen im Allgäu hebt kein innerdeutscher Flug mehr ab - es geht vor allem nach Osteuropa. „Wizz Air und Pobeda fliegen Ziele in Russland und den osteuropäischen Staaten an“, sagt Flughafenchef Ralf Schmid. Auch von Dortmund aus geht es oft nach Osteuropa.

Der Flughafen Rostock-Laage profitiert vom Kreuzfahrten-Boom in der Ostsee. Es gibt Kooperationen mit Reedereien für Charterflüge, wie David Haße, Herausgeber des Luftverkehrsportals „airliners.de“, erklärt. „Seitdem landen dort im Sommer sogar Jumbojets.“

Nord-Süd-Verkehr läuft auch am Flughafen Heringsdorf auf Usedom: „Die deutsche Ostseeinsel ist besonders bei Reisenden aus der Alpenregion beliebt, daher gibt es im Sommer regelmäßig Flüge aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.“ Die Türkei steht zum Beispiel in Berlin und im Ruhrgebiet im Flugplan vieler Airports.

Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf: Das sind nach Angaben des Flughafenverbandes ADV die Flughäfen in Deutschland, die den Großteil der 234,7 Millionen Passagiere jährlich in die Luft schicken. Danach folgen die Airports in Hamburg (17 Millionen), Köln/Bonn, Stuttgart, Hannover und Nürnberg (4 Millionen). Die größten Regionalflughäfen sind Bremen, Leipzig/Halle, Frankfurt-Hahn und Dortmund.

Von Bremen aus gingen 2017 rund 2,5 Millionen Passagiere auf Reisen. Die meisten Flüge in der Hansestadt bieten Germania und Ryanair an, Linien- und Urlaubsflüge halten sich etwa die Waage. Die zehn beliebtesten Ziele waren im vergangenen Jahr München, Frankfurt, Palma de Mallorca, Amsterdam, Stuttgart, London-Stansted, Istanbul, Antalya, Paris und Riga. Die Bremer schätzen ihren Flughafen, denn er liegt sehr zentral.

Auch der Flughafen Leipzig/Halle profitiert von seiner hervorragenden Anbindung. Viele Zufahrtsstraßen und günstige Parkplätze (20 Euro für acht Tage in den Sommerferien), dazu ein Bahnhof, der in das Zentralterminal integriert ist: Das ist bequem für die 2,3 Millionen Passagiere jährlich. Warmwasserziele für Urlauber bestimmen das Flugangebot, rund 30 sind es in der Sommersaison.

Auch am Flughafen Dortmund sind die Wege kurz und die Ziele vielfältig. Und auch hier gibt es eine Mischung aus Urlaubs- und Zubringerflügen. Derzeit ist Wizz Air die Fluggesellschaft mit den meisten Verbindungen - aktuell sind es 25 Routen in 12 Länder. Kattowitz, London und München sind die beliebtesten Ziele in Dortmund. Im Sommer rückt Mallorca in diese Liste auf.

Sehr wichtig für die Regionalflughäfen und praktisch für Reisende sind die Zubringer zu den großen Drehkreuzen. So kann man etwa von Münster bis zu neun Mal täglich nach Frankfurt oder München fliegen, um dort in Maschinen zu Zielen in Europa und anderen Teilen der Welt umzusteigen. Auch von Bremen, Paderborn und Friedrichshafen kommen Reisende zu den Hubs. „Von Dresden aus geht es sogar bis zu 20 Mal pro Tag über ein Drehkreuz in die ganze Welt“, sagt Haße.

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