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Wie geht es weiter bei der Berlinale?

Berlin. Die Berlinale hat verglichen mit den Festivals in Cannes und Venedig an Bedeutung verloren. Wie lässt sich diese Entwicklung stoppen?

Wie geht es weiter bei der Berlinale?

Namhafte Filmemacher haben einen Neuanfang für die Berlinale gefordert. Foto: Jens Kalaene

Über die Zukunft der Berlinale muss nach Ansicht der amtierenden Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im kommenden Jahr abschließend entschieden werden.

„Alle Beteiligten in der aktuellen Debatte haben das gleiche Ziel. Wir wollen den Stellenwert der Berlinale als A-Festival sichern und im Konzert der anderen Festivals weiter stärken“, sagte Grütters Sprecher Hagen Philipp Wolf am Dienstag auf dpa-Anfrage. „Allerdings geht die Nachhaltigkeit für ein Zukunftskonzept vor Schnelligkeit in Personalfragen.“

Der Vertrag von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick (69) läuft im Mai 2019 aus. Mit Blick darauf hatten 79 namhafte Filmemacher in einem offenen Brief einen kompletten Neuanfang verlangt. Die Festspiele hätten in den vergangenen Jahren auch international sehr an Profil verloren, sagte einer der Kritiker.

Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete am Dienstag, Grütters sei inzwischen auch offen für die geforderte international besetzte Findungskommission. „Wir können uns vieles vorstellen. Die Frage ist, was das Beste für das Festival ist“, sagte Wolf. Grütters stehe seit langem mit allen Beteiligten im Gespräch. Zunächst müsse jedoch über das Profil und die Struktur des Festivals geredet werden, ehe man eine neue Leitung auswähle.

Am 5. Dezember will Kosslick in einer Sitzung des zuständigen Aufsichtsrats sein Zukunftskonzept für die Berlinale vorstellen. Im Gespräch ist unter anderem eine Doppelspitze, in der die künstlerischen und die geschäftsführenden Aufgaben geteilt würden. Die Berlinale gehört - wie die Berliner Festspiele, der Martin-Gropius-Bau und das Haus der Kulturen der Welt - zu der GmbH „Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin“. Aufsichtsratschefin ist Grütters.

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