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Wie sicher fühlen Sie sich?

ANNEN "Fühlen Sie sich in Witten sicher?" Mit dieser Frage gehen Björn Doneck und Marco Dziakowski auf Annener Bürger zu. Mit erhöhtem Personaleinsatz ist die Polizei derzeit in Witten unterwegs.

von Von Julia Reidegeld

, 26.10.2007
Wie sicher fühlen Sie sich?

Präsenz zeigt die Polizei im Wittener Herbst.

"Mit der Sonderaktion ,Wittener Herbst' wollen die Polizisten vermehrt in Angsträumen Präsenz zeigen", steht auf dem Informationszettel, den Nicole Hase in der Hand hält. Gemeinsam mit ihrem Sohn und Freundin Martina Abit ist sie auf dem Weg zum Einkaufsmarkt. Vor der Eingangstür wurde sie gerade von Polizeikommissar Björn Doneck angehalten.

"Ich fühle mich schon sicher", sagt Nicole Hase, denkt aber noch ein bisschen nach. "Diese Aktion finde ich sehr gut."

Keine Scheu

Ganz so sicher fühlt sich eine andere Wittener Bürgerin nicht. Sie ist mir ihrem 10-Jährigen Sohn unterwegs, der des öfteren mit dem Fahrrad über den Rheinischen Esel fährt. Doneck zeigt Verständnis: "Es gibt bestimmte Örtlichkeiten, da würde ich meine Kinder auch nicht entlang fahren lassen." Dann wendet sich der Polizeikommissar an den 10-jährigen Jungen: "Wenn du dich unsicher fühlst, dann sprich uns an. Da brauchst du keine Scheu haben." Der Junge nickt verständnisvoll. Nicht nur er hat an diesem Nachmittag Respekt - alle bleiben stehen, wenn die beiden Polizisten auf sie zu gehen.

Ob Jugendliche oder Rentner, Doneck und Dziakowski suchen mit jedem Vorbeiziehenden das Gespräch. Und das Sicherheitsbefinden ist bei jedem anders.

Pöbeleien

Sobald es dunkel wird habe sie Angst, erzählt eine ältere Dame. Ihren Enkel lasse sie dann auch nicht mehr alleine vor die Tür. "Alle denken immer, sie würden uns zur Last fallen, aber dafür sind wir ja nun mal da", erklärt Doneck die Aufgabe der Polizei.

Besonders stark will sich die Polizei für das Thema Zivilcourage machen. "Wir haben auch Kooperation mit Busgesellschaften. Deswegen: Wenn man etwas sieht, sich aber selber nicht traut, einzuschreiten, kann man immer noch dem Busfahrer Bescheid sagen", so der Polizist. Bloß nicht wegschauen, "denn kleineren Pöbeleien können von den Betroffenen ganz anders wahrgenommen werden."