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Wie werde ich Notfallsanitäter/in?

Frankfurt/Main. Notfallsanitäter sind ständig unterwegs, um anderen zu helfen. Der Alltag ist knallhart. Der Job kann ein gutes Gefühl geben, er fordert aber auch Körper und Psyche - manchmal bis an die Belastungsgrenze.

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Welche Einsätze warten heute? Notfallsanitäter-Azubi Lukas Schad muss jeden Tag mit neuen Herausforderungen rechnen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Als angehender Notfallsanitäter ist Lukas Schad häufig mit dem Rettungswagen unterwegs. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Patienten für die Fahrt ins Krankenhaus vorbereiten: Auch das übt Lukas Schad bei seiner Notfallsanitäter-Ausbildung. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Bei seinen Einsätzen muss der angehende Notfallsanitäter Lukas Schad wissen, wie er Patienten schnell helfen kann. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Auch Computerarbeit gehört zum Beruf des Notfallsanitäters. Azubi Lukas Schad muss Einsätze am Rechner dokumentieren. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Immer einsatzbereit: Lukas Schad muss im Ernstfall schnell beim Verletzten sein. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Gezielter Griff zum richtigen Fläschchen: Mit Medikamenten muss sich der angehende Notfallsanitäter Lukas Schad auskennen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Angehende Notfallsanitäter wie Lukas Schad müssen körperlich fit sein und außerdem psychische Belastbarkeit mitbringen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Wie hoch ist der Blutdruck der Verletzten? Im Rettungswagen überwacht der Auszubildende zum Notfallsanitäter Lukas Schad wichtige Körperfunktionen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Notfall am

Schad ist bei Notfällen oft als Erster zur Stelle: Er versorgt die Patienten vor Ort und entscheidet, ob ein Arzt hinzugezogen werden muss. In ernsten Fällen leitet er lebensrettende Maßnahmen ein, bis ein Arzt eintrifft und übernimmt. Muss ein Verletzter ins Krankenhaus, betreut Schad ihn während der Fahrt - und überwacht die lebenserhaltenden Körperfunktionen. Schad gefällt, anderen zu helfen. „Das gibt einem am Ende des Tages das angenehme Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.“

Notfallsanitäter erleben aber auch jeden Tag Schmerzen, Leid und Trauer. „Um das aushalten zu können, müssen Bewerber psychisch stabil sein und eine gefestigte Persönlichkeit haben“, erklärt Kersten Enke. Der Diplom-Gesundheitslehrer ist der Leiter des Bildungsinstituts Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Akademie.

Neben der psychischen Belastbarkeit braucht es körperliche Fitness. „Der Job ist mitunter knochenhart“, betont Marco König, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD). Einen 90 Kilogramm schweren Verletzten hebt man nicht so ohne Weiteres. Und wer mitsamt seiner Ausrüstung in den dritten Stock zu einem Patienten rennen muss, braucht dafür die notwendige Kondition.

Gefragt sind ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. „Man muss auf den Hilfebedürftigen eingehen, ihm je nach Situation Mut und Trost zusprechen“, sagt Schad. Auch Angehörige brauchen mitunter Zuspruch.

Notfallsanitäter arbeiten auf Rettungsfahrzeugen, bei Hilfsorganisationen oder in größeren Betrieben. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Von Bewerbern wird mindestens die Mittlere Reife erwartet, alternativ ein Hauptschulabschluss verbunden mit einer zweijährigen Berufsausbildung.

Medikamente richtig zu handhaben, lernen angehende Notfallsanitäter auch in Krankenhäusern. Dort absolvieren sie im Rahmen der Ausbildung Praktika. Sie sind in den Kliniken als Pfleger unterwegs und arbeiten zum Beispiel in der Notaufnahme, Anästhesie und Intensivmedizin.

Sie lernen in ihrer Ausbildung auch, wie sie einem Notarzt assistieren und wie ein Patient für einen Transport ins Krankenhaus vorbereitet wird. Nach jedem Einsatz müssen Notfallsanitäter ein Protokoll erstellen. Außerdem steht die Desinfizierung der Geräte an.

Die Ausbildungsvergütung beträgt nach DBRD-Angaben im Schnitt zwischen 950 und 1100 Euro brutto im Monat. Die genaue Höhe hängt vom Ausbildungsjahr und vom Arbeitgeber ab. Das Einstiegsgehalt von Notfallsanitätern liegt laut DBRD durchschnittlich bei 2800 Euro pro Monat. Hinzu kommen Wochenend- oder Nachtdienst-Zuschläge.

Nach der Ausbildung kann man sich zum Praxisanleiter für Notfallsanitäter weiterbilden lassen oder ein Studium anschließen, zum Beispiel in den Fächern Sanitäts- und Rettungsmedizin oder Rettungsmanagement. Lukas Schad macht sich um seine Weiterbildung noch keine Gedanken. Erst einmal möchte er seine Abschlussprüfung hinter sich bringen. Und danach Berufserfahrung sammeln: „Das Spannende ist, dass man morgens zur Arbeit fährt und gar nicht weiß, welche brisanten Situationen einen erwarten.“

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