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Wieder Päckchen mit Sprengstoff in Berlin entdeckt

Berlin. Ist es ein Serientäter, der die Bombenentschärfer der Berliner und Brandenburger Polizei beschäftigt? Wieder sorgte ein verdächtiges Päckchen mit Sprengmaterial für einen stundenlangen Polizeieinsatz in der Hauptstadtregion.

Wieder Päckchen mit Sprengstoff in Berlin entdeckt

In der Handwerkskammer Berlin wurde ein verdächtiges Päckchen entdeckt. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Foto: Paul Zinken

In Berlin ist erneut ein Päckchen mit Sprengstoff und einer Zündvorrichtung entdeckt worden. Ein Polizeisprecher sagte, bei einer Explosion hätten Menschen verletzt werden können. Spezialisten der Kriminalpolizei entschärften den kleinen Sprengsatz in Kreuzberg.

Möglicherweise ist der Täter der gleiche wie bei dem im Dezember in Potsdam aufgetauchten Päckchen und einem ähnlichen Vorfall in Frankfurt (Oder).

Die Polizei teilte mit: „Ein Zusammenhang mit dem Fund verdächtiger Postsendungen im Land Brandenburg kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.“ Die Polizei Berlin und die Brandenburger Beamten ermitteln gemeinsam. Ein vergleichbares Päckchen wurde auch im Januar in Berlin-Steglitz gefunden.

Am Donnerstagmorgen lag nun eine etwa 15 mal 15 Zentimeter große verdächtige Sendung in einem Briefkasten der Berliner Handwerkskammer. Eine Mitarbeiterin öffnete das Päckchen, sah Drähte und alarmierte die Polizei. Die Umgebung wurde abgesperrt und das Päckchen gesprengt.

Da es nicht sehr groß gewesen sei, habe man nicht mit einer großen Explosion rechnen müssen, hieß es. In ihm befand sich „pyrotechnisches Material“, also möglicherweise Schwarzpulver, das aus Feuerwerkskörpern stammt. Schwarzpulver explodiert mit weit weniger Wucht als Plastiksprengstoff oder Dynamit und ist deswegen auch nicht so gefährlich.

Die Kripo untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke, DNA-Spuren oder andere Hinweise finden lassen, um einen Absender zu identifizieren. Allerdings war die Suche nach dem Täter bei den früheren ähnlichen Vorfällen bislang nicht erfolgreich.

Am 12. Januar war in einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz ein verdächtiger Versandumschlag im DIN-A4-Format mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Auch dort entschärfte die Polizei die Vorrichtung.

In Potsdam war am 1. Dezember 2017 in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller auch Batterien und eine Metalldose voller Nägel sowie einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Damit sollten von dem Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro erpresst werden.

Die Sonderkommission „Quer“ des Landeskriminalamtes ermittelt zu dieser Tat und einem weiteren Vorfall Anfang November in Frankfurt (Oder). Bis vor einer Woche waren 600 Hinweise eingegangen, von denen keiner zum Täter führte.

Die Brandenburger Polizei kann bislang nicht beurteilen, ob es in dem aktuellen Fall vom Donnerstag eine Verbindung zu der DHL-Erpressung gibt. „Wir wissen von dem Fund in Berlin“, sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums. Man müsse aber weitere Erkenntnisse aus kriminalpolizeilicher Sicht abwarten.

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