Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wildwuchs vor Tafeln am Kommunalfriedhof entfernt

Freie Sicht

Frische Stiefmütterchen schmücken das Rundbeet vor der Gedenktafel auf dem Kommunalfriedhof an der Dortmunder Straße. Der Blick auf die großen Steinplatten mit den Namen von 312 Zwangsarbeitern, die zwischen 1942 bis 1945 in Witten ihr Leben verloren haben, ist wieder frei.

ANNEN

von Von Susanne Linka

, 13.04.2011 / Lesedauer: 2 min
Wildwuchs vor Tafeln am Kommunalfriedhof entfernt

Sie haben das Denkmal auf dem Kommunalfriedhof "zum Sprechen gebracht": (v.r.) Peter Falk, Martin Pricken (Stadttelbüro Annen), Hans-Heinrich und Martine Bukow sowie Bernd Ammersilge, Andreas Stein und Alexander Bosch vom Grünflächenamt.

„Das soll wieder ein würdiger Ort der Erinnerung sein“, erklärt Peter Falk vom Freundeskreis. Auf den Tafeln sind überwiegend russische Namen aufgelistet. Die toten Zwangsarbeiter waren auf dem 1938 von den Nationalsozialisten zerstörten Friedhof begraben worden. 82 wurden später exhumiert und in ihre Heimatländer Italien und Frankreich überführt. Heute ruhen im oberen Bereich des Kommunalfriedhofs allein 264 Männer aus der ehemaligen Sowjetunion sowie 14 Frauen und zehn Kinder. 1959 war unweit des heutigen Standorts ein Gedenkstein mit der irritierenden Inschrift „Tote der Alliierten“ aufgestellt worden. Er wurde 1990 entfernt und drei Jahre später durch die heutige Tafel ersetzt.