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Wintersport grenzenlos: Wedeln zwischen Ischgl und Samnaun

Samnaun/Ischgl (dpa/gms) - Eben noch in Tirol, jetzt schon in der Schweiz: In Ischgl und Samnaun können Skiurlauber zu Grenzgängern werden. Die Orte vereint ein gemeinsames Skigebiet, doch ansonsten liegen Welten zwischen ihnen.

Auf der einen Seite der Berge lockt die Partyhochburg Ischgl, auf der anderen das ruhigere Samnaun, das nicht zuletzt als Zollfreies Gebiet bekannt geworden ist. «Der Tourismus ist für uns die wichtigste Einnahmequelle», sagt Christian Jenal, Fremdenführer in Samnaun. Aus dem einst abgeschnittenen und armen Tal ist längst ein moderner Wintersportort geworden. Zusammen mit Ischgl bildet er die Silvretta-Arena. 40 Bahnen und Lifte erschließen einen der größten Snowboardparks Europas sowie gut 230 Kilometer Pisten, darunter auch 40 Kilometer schwarze Abfahrten.

Der vielerorts schleppende Start in die Wintersaison 2006/07 war auch in Ischgl und Samnaun ein Thema. «90 Prozent des Skigebietes liegen oberhalb von 2000 Metern», sagt Franz Holzknecht, Direktor von Samnaun Tourismus. «Natürlich hätten wir uns in den letzten Wochen auch über mehr natürlichen Schnee gefreut, doch durch die im vergangenen Jahr nochmals erweiterten Beschneiungsanlagen konnten wir den Skifahrern durchgehend gute Pistenverhältnisse bieten.» 580 Schneekanonen beschneien bei Bedarf über 90 Prozent der Pisten.

Die längste Piste misst zwölf Kilometer und führt vom Greitspitz über die Velillhänge bis nach Ischgl. Gute Abfahrten gibt es auch vom Palinkopf, dem mit 2864 Metern höchsten Punkt des Skigebiets. Entweder geht es 900 Höhenmeter hinunter ins Fimbatal zur Gampenalpe oder zurück über eine schwarze Piste ins Höllenklar. Dort startet auch die lange Talabfahrt «Zeblaswiesen» hinunter nach Samnaun.

Am Viderjoch verläuft die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Nur ein kleines Zollhäuschen ist zu sehen. Doch es kommt vor, dass sich Ski fahrende Grenzbeamte für allzu prall gefüllte Rucksäcke interessieren. Wer in Samnaun mehr als die erlaubte Stange Zigaretten zollfrei gekauft hat, muss mit saftigen Strafen rechnen.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt des Skigebiets ist die Idalpe. Hier befinden sich die Bergstationen der Silvrettabahn und der Fimbabahn, und weil sich auf dem 2320 Meter hoch gelegenen Plateau viele Pisten kreuzen, herrscht immer viel Betrieb. Ganz neu ist das Alpenhaus mit einer Skilounge und einer Liegeterrasse für 350 Sonnenanbeter.

Richtig voll wird es in Ischgl bei den «Top of Mountain Concerts» am Saisonende. Nach Stars wie Elton John, Rod Steward, Alanis Morissette oder Pink soll in diesem Jahr Beyoncé Knowles am 29. April die Open-Air-Bühne zum Beben bringen. Erwartet werden 20 000 Besucher - der Eintritt ist frei.

«Ganz Ischgl ist eine einzige Bühne», sagt Tourismuschef Andreas Steibl. «Bei uns ist jeder Gast ein Superstar. Klar, die Leute kommen zum Skilaufen, sie wollen aber auch Sehen und Gesehen werden.» Ischgl sei kein Ort, an dem sich Gäste körperlich erholen können. «Ibiza der Alpen» wird Ischgl daher gern genannt. 11 000 Gästebetten, Boutiquen, Bars und Pubs, aber auch Feinschmeckerlokale und riesige Discotheken sind die Markenzeichen des Skidorfes.

«Für Skiläufer ist es eigentlich egal, ob sie in Ischgl oder in Samnaun wohnen», sagt Christian Jenal auf der Schweizer Seite. «Manche Winterurlauber haben aber vom Trubel in Ischgl die Nase voll und wechseln zu uns nach Samnaun.» Auf Après-Ski und Discotheken müssen Touristen zwar auch dort nicht verzichten, doch die meisten Gäste lassen den Abend in einem der Gasthäuser bei einer Bündner Platte, Wildspezialitäten, einem Fondue oder Raclette ausklingen. Die Partys in Ischgl sind nur ein Skigebiet entfernt - aber irgendwie doch in einer anderen Welt.

Informationen: Samnaun Tourismus, CH-7563 Samnaun, Telefon von Deutschland: 0041/81/868 58 58; Tourismusverband Paznaun-Ischgl, A-6561 Ischgl, Telefon: 0043/5444/526 60.

Samnaun Tourismus: www.samnaun.ch

Schweiz Tourismus: www.myswitzerland.com

Tourismusverband Paznaun/Ischgl: www.ischgl.com

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