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Winterzeit: Uhren in Deutschland zurückgestellt

Braunschweig (dpa) Ob wir wollen oder nicht: Zweimal im Jahr wird in Deutschland an der Uhr gedreht. Zumindest Langschläfer dürften sich dieses Mal aber über die Zeitumstellung gefreut haben.

Winterzeit: Uhren in Deutschland zurückgestellt

In der Nacht sind die Uhren um eine Stunde zurückgestellt worden. Foto: Ralf Hirschberger

Seit Sonntag gilt in Deutschland und vielen anderen Ländern in Europa wieder die Winterzeit. Um 3.00 Uhr morgens wurde die Uhr um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt - es gab also eine Stunde obendrauf.

Damit hat die sogenannte normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) begonnen, die im Volksmund einfach Winterzeit heißt.

"Es gab keine besonderen Vorkommnisse", sagte Dirk Piester von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Die PTB betreibt mehrere Atomuhren und ist per Gesetz für die Zeitumstellung zuständig. Die Braunschweiger Physiker sorgen dafür, dass über einen Zeitsender in Mainflingen bei Frankfurt ein Signal gesendet wird, das Millionen Uhren in Europa vom Wecker bis zur Bahnhofsuhr um eine Stunde zurückspringen lässt.

Bislang sei dabei noch nie etwas schiefgegangen, sagte Piester: "Wir haben ein dreifach gesichertes System. Wenn eins ausfällt, gibt es immer noch zwei."

Die Sonne geht nun morgens eine Stunde früher auf und abends eine Stunde früher unter. Die Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt, um Energie zu sparen. Ob das gelingt, ist allerdings umstritten.

Züge machen in der Nacht der Umstellung an Bahnhöfen 60 Minuten Pause - damit Reisende zur fahrplanmäßigen Zeit an ihrem Ziel ankommen und nicht eine Stunde zu früh. "Die meisten Reisenden wissen, dass es die Zeitumstellung gibt und bereiten sich entsprechend vor", sagte ein Sprecher der Bahn am Sonntagmorgen. Aber ohnehin seien im Fernverkehr verhältnismäßige wenige Menschen in Nachtzügen unterwegs, sagte er. S-Bahnen, die bis spät in die Nacht verkehren, fahren laut einer Bahn-Mitteilung in der "doppelten Stunde" zweimal, in München nur einmal.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland würde lieber komplett auf die Zeitumstellung verzichten. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. Demnach halten drei von vier Befragten die Zeitumstellung für sinnlos. Fast 80 Prozent fühlen sich wegen des Wechsels schlapp und müde. Jeder Fünfte ist laut der Umfrage schon einmal wegen der Zeitumstellung zu spät zur Arbeit gekommen.

Am 26. März 2017 werden die Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt.

Informationen der PTB

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