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Schwimmen

Wird das Baden in der Ruhr bald erlaubt?

ESSEN Baden in Ruhr und Baldeneysee könnte bald Realität sein. Der Baldeneysee und die Ruhr sind beliebte Naherholungsgebiete. Schwimmen aber ist dort zurzeit verboten. Die Chancen stehen jedoch gut, dass es 2016 einige Badestellen in Essen geben könnte.

Wird das Baden in der Ruhr bald erlaubt?

Segler auf dem Baldeneysee: Bald soll möglicherweise auch wieder das Baden erlaubt sein.

Eine Interessengemeinschaft (IG) aus Vereinen, Verbänden und städtischen Ämtern hat sich in Essen zum Ziel gesetzt, das Schwimmen in der Ruhr zu ermöglichen. Vergangene Woche haben sie die IG „Baden in der Ruhr“ gegründet. Zeitlich eingeschränkt soll das Baden an drei Standorten erlaubt werden: Am Seaside Beach des Baldeneysees, am Löwental in Essen-Werden und am Freibad Steele 11 in Essen-Steele.

Wasserqualität hat sich verbessert

Das Ziel der IG ist nicht ganz abwegig. Die Wasserqualität von Ruhr und Baldeneysee hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gebessert. Das beweist das Forschungsprojekt „Sichere Ruhr“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das seit 2012 drei Jahre lang an acht Stellen zwischen Kemnader Stausee und Mülheim die Wasserqualität gemessen und die Proben auf Viren, Bakterien und Parasiten untersucht hat. Die IG knüpft nun an dieses Projekt an.

NRW/BRÜSSEL 109 Badegewässer gibt es in NRW, 103 von ihnen hatten 2016 eine ausgezeichnete Wasserqualität. Drei Seen besaßen "nur" eine gute Qualität, zwei Gewässer konnten nicht bewertet werden. Wie gut "ihr" Badesee ist und welche Gewässer schlecht abschnitten, bkönnen Sie hier auf einer interaktiven Übersichtskarte sehen.mehr...

„Die hygienische Bewertung zeigt, dass Baden in der Ruhr realisiert werden könnte, wenn auch nicht immer und überall“, sagte Wolf Merkel, Sprecher des Projekts und Geschäftsführer des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wasserforschung IWW. Nicht immer heißt, dass das Baden nur an wenigen Tagen im Sommer möglich sein wird. Und nicht überall, weil je nach Messstelle die Belastung durch Krankheitserreger schwankt. Der Grund: Die hygienische Qualität des Wassers und damit die Badetauglichkeit ist abhängig vom Niederschlag. „Bei starkem Regen kann ungereinigtes Abwasser in die Ruhr gelangen, sobald die Regenüberlaufbecken in den Kläranlagen gefüllt sind“, sagte Merkel gestern. Damit werden auch Bakterien in die Ruhr gespült.

IG will Antrag einreichen

Bei mehreren regenfreien Tagen in Folge ist die Qualität des Ruhrwassers dagegen deutlich besser, weil die Keime abfließen – das Baden wäre weniger bedenklich. Die IG will nun einen Antrag beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW einreichen. Das Amt überprüft, ob die gemessene Wasserqualität den EU-Anforderungen für Badegewässer entspricht.

Die Stadt Essen ist zuversichtlich. Laut Eckhard Spengler, Pressesprecher des Essener Grünflächenbetriebs „Grün und Gruga“, ist die gute Wasserqualität im Baldeneysee auch eine Chance für das Image der Stadt. „Aber Baldeneysee und Ruhr sind nicht als Ganzes als Badegewässer genehmigungsfähig“, betonte Spengler. Für die Badestellen müssen einzelne Profile erstellt werden. Auch die Stadt Mülheim würde gerne Badestellen an der Ruhr einrichten. Die formalen Hürden seien aber zu hoch, so eine Stadtsprecherin. Aktuell gebe es keine entsprechenden Versuche. Auch in Schwerte gibt es in dieser Hinsicht keine Projekte.

Warnung bei schlechter Wasserqualität

In Essen sollen die Badegäste nach den Vorstellungen der IG bei schlechter Wasserqualität rechtzeitig gewarnt werden. Beispielsweise wären Ampel-ähnliche Systeme mit Fahnen an den Badestellen denkbar, erklärte Wolf Merkel. Bei starkem Regen würde eine rote Fahne dann Badeverbot bedeuten. Eine grüne Fahne und damit völlig unbedenkliches Baden könne es aber laut Merkel nicht geben. „Das Baden in Naturgewässern ist kein keimfreies Baden wie in der Badewanne.“ Die Abkühlung in der Ruhr erfolge immer auf eigenes Risiko.

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