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Wittbräucker Straße: Weiter Streit um Tempo 30

Drei Fragen, drei Antworten

Die Mitglieder der IG Wittbräucker Straße sind frustriert. Zwar hat die Bezirksvertretung Aplerbeck ihrem Gesuch nach Tempo 30 zwischen den Einmündungen Untermarkstraße und dem Hirschweg zugestimmt, doch in Hörde stehen die Chancen auf ein Tempolimit schlecht. Wir klären die drei wichtigsten Fragen.

HÖCHSTEN

, 22.10.2016
Wittbräucker Straße: Weiter Streit um Tempo 30

Ein Teil der Wittbräucker Straße in Höchsten sorgt derzeit für Diskussionen. Tempo 30, wie von der IG gefordert, wird es hier in naher Zukunft aber wohl nicht geben.

Die Tempobeschränkung auf der Wittbräucker Straße sorgt für Unmut bei der Interessengemeinschaft (IG) Wittbräucker Straße. Während die Bezirksvertretung in Aplerbeck Tempo 30 wischen den Einmündungen Untermarkstraße und dem Hirschweg beschlossen hat, will die Bezirksvertretung Hörde von Tempo 30 nichts wissen.

Was bemängelt die IG Wittbräucker Straße?

Die Interessengemeinschaft fühlt sich von ihrer Bezirksvertretung im Stich gelassen fühlen. Teilweise sei das reine Willkür, wie mit den Sorgen der Bürger umgegangen würde, so Mitglieder der IG Wittbräucker Straße. Lediglich die Grünen in der Bezirksvertretung Hörde würden den Ängsten der Bürger Gehör schenken. Für das Teilstück, auf dem die IG-Mitglieder Veränderungen fordern, ist nämlich die Bezirksvertretung Hörde beziehungsweise die Stadt Dortmund verantwortlich.

„Hier wurde uns immer gesagt, dass in dieser Richtung gar nichts geht auf der Wittbräucker Straße“, sagt Frauke Sternberg, Mitglied der Interessengemeinschaft. Vor allem über den Kreuzungsbereich Wittbräucker Straße / Benninghofer Straße müsste sich die Verwaltung Gedanken machen.

Was fordert die IG Wittbräucker Straße?

Aufgrund des Ausbaus des Einkaufszentrums geht die Angst bei den Bürgern um, dass der Verkehr noch weiter zunimmt.  Auf dem Höchsten fangen laut IG Wittbräucker Straße die Probleme schon in den frühen Morgenstunden an. Dann würde das LKW-Aufkommen beträchtlich steigen und damit auch der Lärm. Seit dem Tunnelbau der B 236 in Berghofen sei das so. Die Temporeduzierung würde helfen, ein Nachtfahrverbot für LKW sei auch eine Option. 

Die IG-Mitglieder verstehen nicht, warum andere Tempo-30-Zonen von der Bezirksvertretung in Hörde durchaus wohlwollend begleitet werden. So die Faßstraße, eine Hauptdurchfahrtstraße durch Hörde. Hier steht die 30. Die soll auch bald an der Wellinghofer Amtsstraße stehen. „Völlig unverständlich. Warum geht es da und hier nicht“, sagt Frauke Sternberg.

Was sagt die Bezirksvertretung dazu?

Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris sieht die Chancen, die Forderungen der IG-Höchsten umzusetzen, als äußerst gering: „Die Handlungsmaßnahmen sind dort relativ eingeschränkt. Die Wittbräucker Straße gehört zum Vorbehaltsnetz und da gibt es ganz stringente Regelungen. Tempo 30 geht da nur mit besonderem Hintergrund. Beispielsweise wie wir es im Bereich der Höchstener Grundschule gemacht haben.“

Der evangelische Kindergarten auf dem Höchsten sei da kein Grund, „weil er an der Benninghofer Straße liegt“, so Hillgeris: „Ich muss auch ganz deutlich sagen, ich kenne mittlerweile mehr Stimmen vom Höchsten die das, was von der IG formuliert wird, als übertrieben darstellen.“

Vor allem an der Aussage der erhöhten Lärmbelastung stößt sich Hillgeris: „Das kann ich in keiner Weise nachvollziehen.“ Ab fünf Uhr würden dort sicherlich LKW-Verkehre stattfinden, aber dass der Verkehr durchweg eine Lärmbelästigung darstelle, das sei nicht so. Dem Versuch der Aplerbecker Politik-Kollegen, einen Bereich der Wittbräucker Straße auf Tempo 30 zu setzen, macht er im Übrigen keine große Hoffnung: „Aber das ist nicht meine Baustelle.“

Zuletzt gab es im Sommer einen Ortstermin mit Verwaltung und Bezirkspolitik.

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