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Wittener gewinnt Werbevision

WITTEN "Werbevisionen" ist der klingende Name des Wettbewerbs, aus dem der Wittener Student Philipp Mühlbauer (23) bei der Düsseldorfer Messe "Online-Marketing" als Sieger hervorgegangen ist.

von Von Lena Kücük

, 30.10.2007
Wittener gewinnt Werbevision

Gewann den Wettbewerb "Werbevisionen" der Düsseldorfer Messe "Online-Marketing": Philipp Mühlbauer

Der Student der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Witten-Herdecke war im Internet auf den Wettbewerb aufmerksam geworden.

Über das Studentenportal "StudiVz" hatte der Handelsblatt-Verlag Studenten zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen. Also sandte Mühlbauer Ende Juli ein zweiseitiges "Grobkonzept" ein und erhielt drei Wochen später die Nachricht, in der engeren Auswahl zu sein.

Seine Idee: Die Werbung der Zukunft soll zielgenau an Kaufgewohnheiten des Kunden angepasst werden. Dabei setzte Mühlbauer auf "RFID-Chips". Die Technologie "Radio Frequency Identification" (RFID) kannte Mühlbauer bereits aus dem Studium.

Barcode ersetzen

Nur ein Sechstel so groß wie eine Cent-Münze können RFID-Chips in alle Materialien eingebaut werden und Daten per Funk aussenden. In Zukunft soll RFID das Barcode-Strichmuster ersetzen. Warum also soll der Chip nicht auch gleich Herkunft und Art der Ware aussenden, so die Ausgangsidee Mühlbauers. Kommt der Verbraucher mitsamt RFID-Chip an einer Werbefläche vorbei, sieht er dort Werbung vom Hersteller seiner Ware.

Kunde hat die Wahl

Und der Kunde ist der Werbung wehrlos ausgeliefert? Diese Frage kann Mühlbauer beruhigend verneinen: "Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Produktvarianten - mit oder ohne RFID-Chip.

"Umsetzbar wäre meine Idee schon jetzt, allerdings ist die RFID-Technologie noch sehr teuer und somit eher unwirtschaftlich", verweist Mühlbauer auf den visionären Charakter seines Erfolgskonzeptes. Gelohnt hat sich der Gewinn des Wettbewerbs für ihn dennoch: Neben geknüpften Kontakten und neuen Geschäftsideen hat Mühlbauer auch eine schönen Preis mitgenommen.

Preisverleihung

Zwischen einem dreimonatigen Studium in China von Februar bis April 2008 und dem Ende seines Studiums in Witten im Mitte 2008 fliegt er im Juni nächsten Jahres zum Cannes-Lions-Festival, der "Oscar-Verleihung der Werbebranche". Wen er für eine Woche dorthin mitnimmt, weiß er trotz aller Zukunftsvisionen aber noch nicht.