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Wittronic hat Insolvenz angemeldet

WITTEN Noch im September verkündete Wittronic hoffnungsfroh: „Wir haben die Aussicht auf mehr Aufträge“. Dienstag meldete der Auftragsfertiger von elektronischen Baugruppen und Geräten Insolvenz an. Knapp 200 Angestellte blicken in eine ungewisse Zukunft.

Wittronic hat Insolvenz angemeldet

Das Wittronic-Werk.

Seit Übernahme des Werkes durch die Schweizer Fortuna Group im April hatte sich eine leichte Aufwärtsentwicklung abgezeichnet. Alle Zeichen deuteten auf eine nachhaltige Umsatzbelebung, da auf der Produktronica -einer Branchenmesse in München- sich vielversprechende Kundenprojekte angebahnt hatten.

Den Aufwärtskurs zunichte machten nach Firmen-Angaben nun gleich mehrere Faktoren. Zum einen zog eine der geldgebenden Banken einen bereits gewährten Kredit zurück, zum anderen wurden weitere, zugesagte Finanzmittel über Wochen verzögert und nicht zur Verfügung gestellt.

Dadurch fehlten Mittel u. a. zur Beschaffung der dringend benötigten Materialien für die Produktion. und Auslieferung bestehender Aufträge. Entsprechende Umsätze konnten nicht realisiert werden.

Vermieter droht mit Blockade des Werkes

Ergänzend zu laufend in Erscheinung tretenden „Altlasten“ wurden vom Vermieter Forderungen aus der Vergangenheit geltend gemacht, die weder angemessen noch gerecht sind, heißt es in einem Schreiben der Geschäftsführung.

Der Vermieter zeige sich völlig unnachgiebig bei der Findung einer Kompromisslösung. Als Konsequenz entzog er der Wittronic GmbH in Witten die Grundlage für die Weiterführung der Produktion, indem er das Mietverhältnis per 16.11.2007 fristlos kündigte und zusätzlich androhte, das Werk zu blockieren und die Stromversorgung zu unterbinden, so die Geschäftsführung.

Nach Firmenangaben sind von der "bedauerlichen Entwicklung" 182 Mitarbeiter betroffen.

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