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Wo bleiben die Millionen?

BOCHUM Dr. Tilmann Fischer war gestern eine gefragte Person im Hauptausschuss. Doch der Geschäftsführer des Freundeskreises der Bochumer Symphoniker erschien gar nicht erst.

von von Joachim Stöwer

, 10.10.2007
Wo bleiben die Millionen?

<p>Wartet auf Spenden: die Spielstätte der Symphoniker</p>

Im Dunkeln bleibt deshalb weiterhin, wie viel Geld noch für den Bau der Spielstätte benötigt wird. Insgesamt mit 7,3 Mio. Euro soll "bürgerschaftliches Engagement" den Konzerthausbau fördern, der insgesamt 29,3 Mio. Euro kosten darf.

Die Ungeduld wächst - auch bei den Politikern: "Seit dem Ratsbeschluss vom 1. März haben wir nichts mehr gehört", wunderte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Lothar Gräfingholt, "warum wird die Politik nicht informiert."

Wurde sie ja, aber erst gestern im Hauptausschuss, zu dem noch ein gefragter Mann eingeladen war - der auch erschien: Volker Marquaß, Geschäftsführer der EGR. Die städtische Tochter soll nämlich "Handlungsträger" beim Bau sein, erläuterte Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch. So richtig hatte das in Ermangelung eines Auftrages durch den Rat noch niemand so recht mitgekommen.

Alles gemeinnützig

Die EGR wird dazu aber eine neue Gesellschaft gründen müssen. Der Gesellschaftsvertrag über die gemeinnützigen Bochumer Konzerthaus-Gesellschaft soll auf der Ratssitzung nächste Woche beschlossen werden. Sie ist notwenig, damit auch die vom Freundeskreis zu beschaffenden Spenden ohne Unterbrechung der Gemeinnützigkeitskette in den Bau einfließen können, wie Marquaß erläuterte - das Konstrukt habe "die Prüfung rechtlicher und steuerlicher Fragen aufgeworden", die viel Zeit gekostet hätten. Auch das Nutzungsrecht an dem Architektenentwurf sei nun geklärt.

Sorgfältige Vorlage

Bleibt nur die Frage nach den fehlenden Millionen. Die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, selbst erste Bannerträgerin für den Spielstättenbau, sicherte "eine sorgfältig ausgearbeitete Vorlage" für den Kultur- und den Hauptausschuss zu. Die dann ja vielleicht Spendensammler Dr. Tilmann Fischer erläutern kann. Joachim Stöwer