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Wohngebäude nach Detonation einsturzgefährdet

Geldautomaten-Sprenger zerstören Haus

Wieder haben Unbekannte in Nordrhein-Westfalen einen Geldautomaten gesprengt. Die Explosion war diesmal so stark, dass ein Haus einsturzgefährdet ist.

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Spenge

, 02.04.2018 / Lesedauer: 2 min
Wohngebäude nach Detonation einsturzgefährdet

Unbekannte Räuber haben in Spenge im Kreis Herford einen Geldautomaten gesprengt - und dabei eine Wohnung in Brand gesetzt. © dpa

Mit einer gewaltigen Detonation haben Geldautomaten-Sprenger in Ostwestfalen ein Wohn- und Geschäftshaus zerstört. Umherfliegende Gebäudeteile zertrümmerten in der Nachbarschaft Fensterscheiben und beschädigten Autos. Verletzt wurde mit viel Glück niemand. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Das Haus sei einsturzgefährdet und müsse erst abgesichert werden, bevor Brandsachverständige und Ermittler rein könnten, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Ob die Täter in dem zerstörten Juweliergeschäft, das wie der Geldautomat im Vorbau des Haues untergebracht ist, Beute machten, werde man erst dann mit letzter Sicherheit sagen können.

Wohngebäude nach Detonation einsturzgefährdet

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Brand, nachdem Räuber versucht hatten, einen Geldautomaten in die Luft zu sprengen. © dpa

Außenwand neben dem Automaten weggerissen

Nachbarn waren nach Polizeiangaben am frühen Samstagmorgen gegen 3.55 Uhr von einem ersten Knall wach geworden. Wenig später gab es in dem Gebäude eine noch lautere Detonation. Eine Außenwand direkt neben dem Geldautomaten wurde weggerissen. Offensichtlich hätten die Täter den Automaten sprengen wollen, um so an die gut gesicherten Scheine zu kommen, hatte die Polizei mitgeteilt. Zu den Tätern gebe es verschiedene Hinweise.

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Auch das Juweliergeschäft, das genau wie der Geldautomat in einem Vorbau des Hauses untergebracht ist, wurde zerstört. Das angrenzende Hauptgebäude geriet in Brand - die beiden 78 und 73 Jahre alten Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Die Feuerwehr Spenge war mit allen in der Stadt verfügbaren 80 Kräften im Einsatz.

Gebäudeteile folgen bis zu 40 Meter weit

Die Kraft der Detonation sei erheblich gewesen, sagte der Sprecher. „Wir haben Gebäudeteile in 30, 40 Metern Entfernung gefunden.“ Die Straße rund um das Gebäude war voller Scherben.

Die Zahl der Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen war etwas zurückgegangen. Doch seit Anfang März verzeichnet das Landeskriminalamt wieder deutlich mehr Fälle. Immer wieder waren von der Wucht der Detonationen Gebäude schwer beschädigt worden.

von dpa