Wolf gesichtet, Fußball-Fan stirbt im Stadion, Schwertransporter verfährt sich

Brand in Dortmunder Innenstadt 

Die Feuerwehr rettet 23 Bewohner bei einem Brand in der Dortmunder Innenstadt, ein Fan stirbt beim ersten Montagsspiel in der Fußball-Bundesliga., der Fahrer eines Schwertransporters verfährt sich, ein weiterer Wolf ist in NRW aufgetaucht: Hier ist das Morgen Update.

NRW

, 20.02.2018, 07:48 Uhr / Lesedauer: 4 min
Wolf gesichtet, Fußball-Fan stirbt im Stadion, Schwertransporter verfährt sich

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Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in der Dortmunder Nordstadt hat die Feuerwehr 23 Bewohner in Sicherheit gebracht. Aus bisher ungeklärter Ursache war in der Nacht zu Dienstag Feuer im ausgebauten Dachgeschoss des viereinhalbstöckigen Hauses an der Schmiedestraße ausgebrochen. Es gab der Polizei zufolge keine Verletzten. Die Bewohner wurden zunächst in einer Gaststätte betreut. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr etwa 70 Einsatzkräfte vor Ort.

Einen Großeinsatz der Feuerwehr gab es bei einem Brand in der Schmiedingstraße in Dortmund. 

Einen Großeinsatz der Feuerwehr gab es bei einem Brand in der Schmiedingstraße in Dortmund.  © Helmut Kaczmarek

  • Weil sich der Fahrer eines Schwertransporters auf der Autobahn 44 verfahren hatte und aus dem Düsseldorfer Flughafentunnel rückwärts rausgelotst werden musste, ist der Tunnel Richtung Essen in der Nacht gesperrt worden. Möglicherweise bleibe er auch länger geschlossen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Dienstagmorgen. Der Transporter habe beim Herausmanövrieren nämlich noch einen Teil der Beleuchtung beschädigt. Wann er wieder freigegeben werden sollte, war zunächst unklar.
  • Experten haben vor den Gefahren von Cyberangriffen auf Ämter und Behörden in Nordrhein-Westfalen gewarnt. „Gerade Behörden oder Regierungsorganisationen sind sehr gefährdete Ziele“, sagte Thorsten Holz, Professor für Systemsicherheit an der Uni Bochum, der Deutschen Presse-Agentur. Ziel solcher Attacken sei es, Informationen für andere Staaten abzugreifen. „Einbrüche gibt es bis auf die Ebene von Stadtverwaltungen“, sagte Holz.
  • In NRW ist zum zweiten Mal im laufenden Jahr - amtlich bestätigt - ein Wolf gesichtet worden. Ein Landwirt habe das Tier am Montag bei Rees im Kreis Kleve an einem Rheindeich fotografiert. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigte die Sichtung am Abend. Zum ersten Mal war 2018 ein Wolf im Kreis Warendorf gesehen worden. Auf einem Acker an der Landesstraße L586 zwischen Albersloh und Sendenhorst hatte ein Autofahrer einen Wolf bemerkt und mit dem Handy fotografiert. „Es ist gerade die Zeit, in der die Wölfe wandern“, sagte ein Sprecher des Landesamtes. 

  • Der Anpfiff des ersten Montagsspiel in der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig hat sich wegen Fan-Protesten gegen die Montagstermine verzögert. Die Partie begann mit gut fünfminütiger Verspätung, weil Anhänger hinter der Bande im Innenraum protestierten. Die DFL hat in dieser Saison erstmals fünf Montagsspiele eingeführt, um Europa-League-Teilnehmern wie Leipzig vor ihrem nächsten Spiel eine längere Erholungspause einzuräumen. In der Schlussphase des Spiels starb ein Frankfurter Fan auf der Haupttribüne nach einer Herzattacke. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war ein Krankenwagen in den Innenraum der Commerzbank Arena gefahren, um diesem Mann und einem weiteren verletzten Anhänger zu helfen, der nach dem Spiel von einem Zaun gestürzt war. 
  • Neuer Ministerpräsident im Saarlandsoll CDU-Fraktionschef Tobias Hans werden. Landesvorstand und Fraktion der CDU nominierten den 40-Jährigen einstimmig zum Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie hatte zuvor ihren Rückzug vom Posten der Regierungschefin verkündet, weil sie Generalsekretärin der Bundespartei werden will. Hans ist 1994 in die Union eingetreten und seit 2009 Mitglied des Landtages. Seit November ist er Vorsitzender der CDU-Fraktion, davor war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion.
  • Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen haben Einbrecher in einem Streichelzoo in Berlin-Neukölln ein Tier geschlachtet - diesmal eine Angora-Ziege. Weil ein Zeuge am Sonntagabend Tierschreie hörte und die Polizei rief, erwischten Beamte zwei Tatverdächtige. Einer der Männer hatte ein blutverschmiertes Messer bei sich, in der Nähe lag ein Rucksack mit einem Ziegenbein und blutverschmierten Handschuhen. In einem Gehege des Streichelzoos im Volkspark Hasenheide entdeckten die Polizisten die Ziege mit durchtrennter Kehle und abgetrenntem Bein.
  • Nach der Kritik eines AfD-Politikers an Stolpersteinen zum Gedenken an NS-Opfer hat das Internationale Auschwitz Komitee die rechtspopulistische Partei scharf angegriffen. „Die AfD bekämpft immer brachialer und skrupelloser, was die Überlebenden von Auschwitz als Zeitzeugen in der deutschen Gesellschaft bewirkt haben“, sagte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner. Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon hatte ein Ende der Stolperstein-Aktionen gefordert. Stolpersteine werden seit vielen Jahren deutschlandweit verlegt. Sie erinnern an die Opfer der NS-Herrschaft - in der Regel jeweils vor dem letzten Wohnsitz der Betroffenen.

Jetzt lesen

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Die SPD startet offiziell ihr in ganz Europa mit Spannung erwartetes Mitgliedervotum über den erneuten Eintritt in eine große Koalition. Alle rund 463 000 Mitglieder sollen bis zu diesem Stichtag die Wahlunterlagen erhalten haben. Zusammen mit einer eidesstattlichen Erklärung sollten die Wahlbriefe bis zum 2. März im Postfach des Vorstands eingegangen sein.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Belgien erneut aufgefordert, die störanfälligen Atomkraftwerke Tihange nahe Aachen und Doel bei Antwerpen stillzulegen. „Je schneller, desto besser“, sagte Laschet der belgischen Tageszeitung „De Standaard“. Laschet reist heute zu eintägigen Gesprächen mit der belgischen Regierung nach Brüssel. Er erneuerte sein Angebot an Belgien, als Ersatz für Atommeiler Strom aus NRW zu liefern. Es handele sich um einen Strommix aus Kohle, Braunkohle und erneuerbaren Energien. 
  • Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hält eine Rede im UN-Sicherheitsrat. Beobachter erwarten, dass er dabei die Vollmitgliedschaft in der Weltorganisation und die Anerkennung eines eigenen Palästinenserstaats fordern wird.
  • Das ungarische Parlament berät erstmals über ein Gesetzespaket, das die Arbeit von zivilen Flüchtlingshelfern in dem Land massiv erschweren soll. Den drei Gesetzesentwürfen zufolge werden Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge unterstützen, künftig eine Genehmigung des Innenministeriums benötigen. Auf Spenden aus dem Ausland sollen 25 Prozent Steuern gezahlt werden. Zudem sollen Flüchtlingshelfer keinen Zutritt mehr zum Grenzgebiet haben und Ausländer, die Migranten helfen, des Landes verwiesen werden.
  • Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verkündet seine Entscheidung zur Klage einer Kölner Ärztin, die aus dem Ärzte-Bewertungsportal Jameda gestrichen werden will. Sie sieht nach zahlreichen negativen Bewertungen ihr Persönlichkeitsrecht verletzt.
  • Der Bundesgerichtshof prüft an diesem die Klage einer Frau, die in den Formularen ihrer Sparkasse nicht als „Kunde“, sondern als „Kundin“ angesprochen werden will. In den Vorinstanzen war die 80-Jährige aus dem Saarland erfolglos.
  • Eine Woche nach seinem Tod wird der dänische Prinz Henrik in Kopenhagen beigesetzt. Der Mann von Königin Margrethe II. war am 13. Februar nach schwerer Krankheit mit 83 Jahren gestorben. Auf eigenen Wunsch bekommt er kein Staatsbegräbnis, sondern eine kleine Zeremonie mit 60 Gästen, darunter nur sehr wenige Offizielle.
  • Der Rechtsstreit um Paparazzi-Fotos von Musiker Peter Maffay (68) und seiner Lebensgefährtin geht in eine neue Runde. Das Oberlandesgericht in München beschäftigt sich heute mit der Klage der Freundin gegen die Zeitschriften „People“ und „Das neue Blatt“ des Bauer-Verlags wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
  • Heute gibt es erneut Hollywood-Glanz bei der Berlinale: Der amerikanische Kultregisseur Gus Van Sant schickt das Künstler-Porträt „Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot“ ins Bären-Rennen. Joaquin Phoenix spielt den querschnittsgelähmten Cartoonisten John Callahan. Auch der deutsche Schauspieler Udo Kier ist mit dabei.
  • Der FC Bayern München fiebert dem Start in die K.o.-Phase der Champions League gegen Besiktas Istanbul entgegen. Trainer Jupp Heynckes möchte möglichst schon beim Achtelfinal-Hinspiel im eigenen Stadion den Grundstock für das Weiterkommen legen.
  • Das deutsche Team hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang heute erneut gute Chancen, seine Medaillenbilanz auszubauen. Vor allem den Nordischen Kombinierern mit Olympiasieger Eric Frenzel an der Spitze ist ein Platz auf dem Podium zuzutrauen. Es stehen die Großschanze und der 10-Kilometer-Lauf an. Auch die Biathleten wollen mit der Mixed-Staffel in den Kampf um Edelmetall eingreifen.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...

...90 Jahren rollen zum ersten Mal elektrische Schnellzüge auf den Schienen der Deutschen Reichsbahn. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern.

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