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Worauf es bei Speicherkarten ankommt

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Ein Blick in den bunten Prospekt eines Elektromarktes - und der Leser wundert sich: Schon wieder werden neue Speicherkarten für Digitalkameras angeboten, die noch mehr Kapazität besitzen.

Wer das richtige Modell aussucht, erhält nicht nur mehr Platz für Fotos, sondern auch einen Tempogewinn. Speicherkarten gibt es in verschiedenen Formaten. «Bevor man sich eine neue kauft, muss man also nachschauen, welches Format die eigene Kamera unterstützt», sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt.

Die größte Verbreitung hat die SecureDigital Card, kurz SD-Card. Eine SD-Karte ist für weniger als zehn Euro zu haben - das ist relativ günstig. «In der Vergangenheit zeichneten sich die SD-Karten durch eine ausgezeichnete Kompatibilität aus», so die Zeitschrift «ColorFoto».

Das hat sich mit Einführung der SDHC-Karte geändert. SDHC steht für Secure Digital High Capacity. Auf den SDHC-Standard setzt die SD Card Association bei Kapazitäten über 2 Gigabyte (GB). Im Handel sind bisher SDHC-Karten mit einem Volumen von bis zu 8 GB erhältlich. Verbraucher müssen darauf achten, dass sie SDHC-Karten nur in Geräten einsetzen können, die diesen Standard unterstützen, so die SD Card Association. Umgekehrt lassen sich ältere SD-Karten in neueren Kameras verwenden, die mit SDHC klarkommen. SDHC-Karten mit vier Gigabyte Kapazität sind ab etwa 40 Euro zu bekommen.

Außerdem bietet SDHC wie andere aktuelle Speicherkartenmodelle schnellere Datenübertragungsraten. «Die Kamera ist nach einer Aufnahme schneller wieder einsatzbereit», erklärt Constanze Clauß. Laut «ColorFoto» lässt sich durch die Wahl der Speicherkarte vor allem das Fotografieren mit Spiegelreflexkameras bei Verwendung des RAW-Dateiformats deutlich beschleunigen.

Es ist jedoch nicht immer ganz einfach, von den Herstellerangaben auf das tatsächliche Tempo der Karte zu schließen. Mal ist von «Hi-Speed» die Rede, mal wird das Tempo mit dem Faktor X versehen. Dabei steht 1 X für 150 Kilobyte. Entscheidend ist, dass es sich um Werte handelt, die nur unter besten Voraussetzungen erreicht werden. Lediglich bei SDHC-Karten wird die minimale Leistung angegeben.

Über die mindestens erreichte Geschwindigkeit soll nach Angaben des Herstellerverbandes SD Card Association eine auch auf den Karten aufgedruckte Klassifizierung Auskunft geben. Derzeit gibt es bei SDHC-Karten drei Varianten - «Class2», «Class4» und «Class5». Die Ziffer steht jeweils für die Übertragungsrate, bei «Class2» also für 2 Megabyte pro Sekunde (MB/s).

Eine weitere Speicherkarten-Variante ist die vor allem in digitalen Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommende CompactFlash-Karte (CF) vom Typ I und II. Die derzeit schnellste CF kommt laut «ColorFoto» vom Hersteller SanDisk: Die Extreme IV erreiche unter optimalen Bedingungen bis zu 40 MB/s. Die CF-Karte mit der derzeit größten Kapazität fasst 16 Gigabyte - Kostenpunkt rund 250 Euro.

Vor allem in den Kameras von Olympus und Fuji kommt die xD-Card zur Verwendung. Sie bietet Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 MB/s und Kapazitäten von bis zu 2 GB. Die xD-Card ist jedoch teurer als die SD-Card. Das gilt auch für den von Sony entwickelten MemoryStick Pro Duo. Dessen Übertragungstempo liegt bei maximal 18 MB/s, die Kapazität bei 8 GB. Weitere Formate wie die Multimedia-Card oder MicroDrive spielen eher eine untergeordnete Rolle.

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