Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wrobel sieht RWE-Insolvenz auch als Chance

Fußball

Wenn am Freitag an der Essener Hafenstraße die Partie RW Essen gegen den SV Schermbeck angepfiffen wird, steht ein Dorstener an der Seitenlinie. Waldemar Wrobel übernahm vor der Saison die erste Mannschaft des insolventen Regionalliga-Absteigers und soll das Team wieder in ruhigeres Fahrwasser führen. Ein Job mit großer Perspektive.

DORSTEN

26.08.2010
Wrobel sieht RWE-Insolvenz auch als Chance

Waldemar Wrobel gibt bei Rot-Weiß Essen die taktische Richtung vor.

Denn RW Essen ist alles andere als ein normaler NRW-Ligist. Rund 6500 Zuschauer kamen zum ersten Heimspiel des Deutschen Meisters von 1955. In der fünften Liga, wohlgemerkt. Und auch sonst ist der Traditionsclub aus dem Revier nicht mit anderen Ligagefährten vergleichbar. Wrobel absolviert mehr Medien-, Sponsoren- und Fantermine als alle seine Trainerkollegen zusammen.   Essen ist Kult. Wrobel spürt das an allen Ecken und Enden. „Es ist schon Wahnsinn, wenn man in Velbert von rund 3000 Fans bei einem Auswärtsspiel unterstützt wird. Viele Zweitligisten wären froh darüber“, sagt der ehemalige Spieler des BVH Dorsten.7000 Fans erwartet Auch gegen Schermbeck werden nach dem gelungenen Start der Essener wieder bis zu 7000 Fans erwartet. Das enge Georg Melches-Stadion kann für Auswärtsmannschaften zur Hölle werden. Mit dem Druck der Fans müssen aber auch die Spieler der Gastgeber klarkommen. Denn: „Viele reden nach den ersten beiden Spielen schon wieder von höheren Ligen. Ich bin da kein Freund von. Wir müssen uns erstmal in der Liga etablieren. Platz fünf ist realistisch“, so Wrobel.Viele Spieler winkten ab Mit vielen Spielern hat das Management der Essener vor der Saison gesprochen. Viele sagten ab, spielen aber trotzdem in der NRW-Liga. Wrobel: „Unsere Möglichkeiten sind eben doch begrenzt. Denn die Spieler spielen ja aus bestimmten Gründen woanders.“ Und trotzdem sieht Wrobel die Insolvenz der Essener vor allem als große Chance. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, etwas aufzubauen. Es ist doch klar, dass Essen mit dem Umfeld nicht dauerhaft in der fünften Liga spielen will.“ Heute also erstmal Schermbeck statt Schalker Amateure. Vor dem SVS hat der Essener Trainer großen Respekt. „Schermbeck hat eine gute Offensive und ist personell sehr ordentlich aufgestellt. Das wird keine leichte Aufgabe für uns. Aber mit den vielen tausend Fans im Rücken wollen wir die Punkte natürlich an der Hafenstraße behalten“, sagt Wrobel. Essens Coach freut sich auf das Spiel. Denn irgendwie ist es ja auch ein Lokalderby. Dorsten gegen Schermbeck. In Essen. Vor 7000 Zuschauern.