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Wuppertaler Kulturpreis mit neuem Namen

Wuppertal (dpa) Wuppertals «Eduard von der Heydt-Preis» soll noch in diesem Jahr wegen der NS-Verstrickung seines Namensgeber erstmals unter neuem Namen vergeben werden.

Bei der angesehenen Kulturauszeichnung werde man künftig auf den Vornamen verzichten und sie nur noch als «Von der Heydt-Preis» vergeben, teilte eine Sprecherin der Stadt am Freitag mit.

Der ursprüngliche Namensgeber, der Wuppertaler Mäzen und Bankier Eduard von der Heydt, war wegen seiner Nähe zum NS-Regime in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Nun solle der Preis, den unter anderem Heinrich Böll, Alice Schwarzer und Pina Bausch tragen, an die gesamte Wuppertaler Bankiersfamilie erinnern, die mäzenatisch hervorgetreten ist.

Wegen des Namensstreites war die Preisvergabe im vergangenen Jahr ausgesetzt worden. Schriftsteller wie Elfriede Jelinek, Ralph Giordano und Ingrid Bachér sowie der Theatermann Jürgen Flimm hatten eine Umbenennung der Ehrung gefordert. Eduard von der Heydt sei ein «aktiver Mitläufer» gewesen, der unter anderem Finanztransaktionen für die Nazis über seine Schweizer Wahlheimat abgewickelt habe.

Forschungsarbeiten im Auftrag der Stadt hatten ergeben, dass der umstrittene Bankier «sich nichts hat zu Schulden kommen lassen», wie die Stadt-Sprecherin betonte. Die 13-köpfige Jury werde noch im September zusammentreten, um den neuen Träger des umbenannten Preises zu bestimmen.

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